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Gesundheit & Grenzwerte beim Mobilfunk (Handystrahlen)


1. Die künstlich geschaffene Belastung durch Mikrowellen
2. Die gesundheitlichen Auswirkungen der Mobiltelefonie
3. Die Richt-, Vorsorge- und Grenzwerte
4. Die Aussagen der Politiker der verschiedenen Parteien

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1. Die künstlich geschaffene Belastung durch Mikrowellen im Mobilfunkbereich

Seit 1995 gibt es in Österreich Mobilfunk auf Basis der GSM-900 MHz Technologie (890 MHz - 960 MHz). Ab 1998 ist dann die kommerzielle Nutzung der DCS-1800 MHz Technologie (1710 MHz - 1880 MHz) dazugekommen und seit dem Jahr 2004 wird UMTS im Freuquenzbereich 1920 bis 2170 MHz kommerziell eingesetzt. Die genaue Verteilung der Funkfrequenzen auf die einzelnen Mobilfunkbetreiber finden Sie auf der Website der Regulierungsbehörde RTR.

Mobilfunksendeanlagen in Wien 13 BezirkIn Österreich gibt es zum Stand März 2004 rund  18.000 Sendemasten für Mobilfunkanlagen (Qu. www.fmk.at) mit geschätzten 50.000 Antennen. In der Bundeshauptstadt Wien gibt es alleine ca. 3.100 Sendemasten. Zur Eindämmung des Handymasten-Wildwuchses soll in NÖ am 1.1.2006 das sogenannte Sendeanlagenabgabegesetz in Kraft treten. Weiters werden derzeit in Österreich rund 8 Millionen Mobilfunkgeräte (Handys) genutzt, die als Sende- und Empfangsanlagen dienen. Die aktuellen Teilnehmerzahlen für öffentlichen Mobilfunk finden Sie auf der Website der Regulierungsbehörde RTR.
 

Exkurs: Die Verwendung von Frequenzen im Hochfrequenzbereich

Hochfrequente elektromagnetische Felder liegen im Frequenzbereich von 10 Kilohertz bis 300.000 Megahertz. Der Hochfrequenzbereich liegt somit in einem Wellenlängenbereich zwischen etwa einem Millimeter und  30.000 Meter.
 
UKW - Österreich 88 - 107 MHz
Flugfunk 121 MHz
VHF - Fernsehsender Österreich 196 - 217 MHz
Tetra 380 - 400 MHz
Funkrufdienste 465 MHz
UHF - Fernsehsender Österreich 487 - 739 MHz
GSM-900 Mobilfunk 890 MHz - 960 MHz
Transponderradare  1.030 und 1.090 MHz
Flugsicherungsradare 1.240 - 1.400 MHz
DCS-1800 Mobilfunk 1.710 MHz - 1.880 MHz
DECT Schnurlostelefone 1.880 MHz
UMTS Mobilfunk 1.920 bis 2.170 MHz
Funk-LAN / Bluetooth 2.400 - 2.484 MHz 
Mikrowellenöfen 2.450 MHz
Nahbereichs- und Rundsichtradare, zivile und militärische Flughäfen - Flugradare 2.700 - 3.400 MHz (PM mit 600 - 1200 Hz)
WLL / Wimax (Wireless local loop / Worldwide Interoperability for Microwave Acess) 3.410 - 3.594 MHz
WLAN (Wireless LAN) 5.150 - 5.250 MHz
Trackingradare 5.200 - 5.800 MHz
Weltradare 5.625 - 10.500 MHz
Wetterradare (C-Band) 5.000.- 6.000 MHz
Verkehrsradar, LKW-Maut, Telematik 5.795 - 5.815 MHZ 
Rollfeldradare 9.100 - 9.200 MHz
Schiffsleitradare 9.000-9.400 MHz
Schiffsradare, Hochsee- und Binnenschifffahrt 2.700 - 3.400 MHz, 8.800 - 9.500 MHz
WLL 26 GHz 24.549 - 26.061 MHz

 

2. Die gesundheitlichen Auswirkungen der Mobiltelefonie

Dass es gesundheitliche Folgewirkungen aufgrund der Dauereinwirkung bzw. bei Spitzenbelastung geben kann, ist weitgehend unbestritten. Es ist eine Frage der Dosis und der Einwirkungsdauer, auch Expositionsdauer genannt. Die 24-Stunden Dauereinwirkung der Mobilfunkstrahlung auf den Menschen entsteht, da die Sendeanlagen der Mobilfunkanlagen rund um die Uhr senden. Spitzenbelastung der Strahlung entsteht beim Telefonieren, Ein- und Ausschalten des Handys sowie beim SMS-Empfang für wenige Minuten.

Mittlerweile gibt es auch immer mehr internationale Forschungsergebnisse, die dies untermauern. Sehr umstritten hingegen ist, ob gesundheitliche Schäden und echte Krankheiten kausal auf die Einwirkung von Mobilfunkwellen bzw. Elektrosmog auf die Menschen zurückzuführen sind und ab welcher Strahlungsenergie und Betsrahlungsdauer diese auftreten. Die Österreichische Ärztekammer warnt jedenfalls in einer Aussendung vom 30. Aug. 2005 vor den Langzeitfolgen von Handys, Schnurlostelefonen und Mobilfunksendeanlagen. Die Wiener Ärztekammer hat bereits am 5. Aug. 2005 vor dem übermäßigen Gebrauch - insbesondere bei Kindern - gewarnt, und Leitlinien zum sinnvollen Gebrauch von Handys herausgegeben.

Als mögliche gesundheitliche Folgewirkungen bzw. als mögliches Krankheitsbild der Dauerbelastung von Mobilfunkwellen (Elektrosmog) in Abhängigkeit der Leistungflussdichte werden in der Literatur und Forschung genannt:
Kopfschmerzen, Hörstörungen -Rauschen -  Tinitus, Schlafstörungen, Müdigkeit, Gedächtnisverlust,  Schwindel,  Konzentrationsschwierigkeiten, EEG-Veränderungen, Herzrhythmusstörungen, Veränderungen im Blutbild, Leukämie, Hautmelanome, Gehirntumore, andere Krebsarten, Geburtsfehler.

Da praktische Ärzte bzw. Hausärzte das erst in den letzten Jahren immer öfter auftretende Krankheitsbild der Strahlungsbelastung durch Mobilfunk oft nicht (gleich) erkennen und diagnostizieren, werden oft nur die Symptome bekämpft (z.B. bei Schlafstörungen werden beispielsweise Schlafmittel verschieben; bei Bluthochdruck beispielsweise Blutdruckmittel; bei Depressionen beispielsweise Anti-Depressiva; ...) Dies führt natürlich nicht zur Lösung des Problems der Betroffenen. Der Körper wird neben der Strahlungsbelastung dann auch noch mit Medikamenten belastet und dies kann die Lage des Betroffenen daher noch verschlechtern.

Exkurs:
Wer berufsbedingt in der Nähe von Mobilfunksendeanlagen arbeitet, wie zB. Hauseigentümer, Dachdecker, Spengler, Elektriker, Fassadenarbeiter, Rauchfangkehrer, Maurer und Maler, der sollte die Sicherheitsinformation der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) beherzigen.
 

Basisliteratur betreffend der gesundheitlichen Auswirkungen durch Mobilfunkstrahlung:

* Link-Sammlung über die wichtigsten Studien: http://www.diagnose-funk.ch/gesundheit/studienaz/index.html

* Stellungnahme einer deutschen Umweltmedizinerin an den Präsidenten der deutschen Bundesnetzagentur vom 20. Jänner 2010

* Reflex-Studie 2004 (ca 120 kB) wurde von der EU mit 2 Mio Euro und von der Regierung der Schweiz mit 506.000 Euro finanziert: Nachweis von DNA-Strangbrüchen und Zunahme der Chromosomenveränderung unter Strahlungsbelastung weit unter den gesetzlichen Grenzwerte in einer "in-vitro Studie" erbracht; Laufzeit der Studie Feb. 2000 bis Aug 2003.
Die Story mit der angeblichen Fälschung der REFLEX-Studie ist nachzulesen auf => profil.at

* Naila Studie 2004  (ca. 940 kB); 967 Patienten; Patientenunterlagen von 1994-2004 Ergebnis: Das Risiko der Bevölkerung in Naila an einem neuen Krebsleiden zu erkranken ist im Umkreis von 400 Metern um einen Sendemast drei Mal so hoch, wie außerhalb liegende Wohnbereiche.

* Santini Studie 2001: Untersucht wurden Personen, die in der Nähe von Mobilfunk-Basisstationen leben. Sample: Gesamtheit 530 Fragebögen von Personen aus Frankreich; In Hinsicht auf diese Ergebnisse und in Anwendung des Vorsorge-Prinzips, wird empfohlen, Mobilfunk-Basisstationen nicht näher als 300 Meter von Wohngebieten aufzustellen. Insbesonders gilt dies für physiologisch empfindliche Bevölkerungsgruppen wie Tagesstätten für Kinder, Schulen, Altenheime und Krankenhäuser, ....
SANTINI R. et al. Symptoms experienced by users of digital cellular phones : A study of a
French engineering school. Electro And Magnetobiology. 2001. (Sous presse).

* Kundi Studie 2002: Erste Ergebnisse der Studie über Auswirkungen von Mobilfunk-Basisstationen auf Gesundheit und Wohlbefinden der Anrainer; Unter den verschiedenen Umwelteinwirkungen wurden in Durchschnitt negative gesundheitliche Auswirkungen der Handymasten nach dem Verkehrslärm an zweite Stelle gereiht; Herz-Kreislaufbeschwerden zeigen einen Zusammenhang mit den gemessenen Feldstärken, der unabhängig davon festgestellt werden kann, ob die Person Auswirkungen des Handy-Masten befürchtet oder nicht.

* ECOLOG Studie 2001: im Auftrag der T-Mobile;  weist auf verschiedene gesundheitliche Risiken (DNS-Brüche, Schäden an den Chromosomen, Hinweise auf krebsfördernde Wirkung, Beeinflussung des zentralen Nervensystems, Erhöhung der Durchlässigkeit der Blut-Hirn Schranke, Beeinflussung des Hormon- und Immunsystems) hin.

* Valencia Studie 2002: Universität Valencia (Spanien) stellt Kopfschmerzen, Angststörungen und Veränderungen im Nervensystem schon bei 500 Mikrowatt pro Quadratmeter fest: Die Studie wurde vom Gemeindeverband Ribera Baixa in Auftrag gegeben.

* Spermienmotilität-Studie 2002: Einfluss elektromagnetischer Wellen auf die Spermienbeweglichkeit wurde bei intensiven Gebrauch von GSM-Mobiltelefonen nachgewiesen; Bei der Beratung von subfertilen Männern sollte darauf Bedacht genommen werden.

* Murcia Studie 2003: Untersucht wurde die Umgebung von DCS-1800 MHz Stationen; Signifikanter Zusammenhang zwischen verschiedenen Symptomen, die als "Mikrowellenkrankheit" bezeichnet werden und der Leistungsflussdichte der hochfrequenten Strahlung einer Mobilfunk-Basisstation.

* Lilienfeldstudie: Bestrahlung der US Botschaft in Moskau durch die Russen zwecks Erprobung von Mikrowellenwaffen in den Jahren 1953 bis 1975; verwendete Frequenzen 600 MHz bis 9,5 GHz; Feldstärke im Inneren 0,14V/m = 50 µW/m²; untersuchte Personenanzahl 4800, Referenzgruppe 7500; Todesursache: vorwiegend Krebs; Infektionskrankheiten drei Mal höher. Qu: www.gigaherz.ch

* Autofahrer Studie der Universität Utah: 18- bis 25-jährige Autofahrer, fahren wie 70-jährige, wenn sie während der Fahrt mit dem Handy telefonieren.

* Buch von Robert C Karne: "Cellular Telephone Russian Roulette"; Vantage Press New York; Der Autor war Forscher und Produktdesigner bei Motorola;  Er erkrankte selbst an einem Gehirntumor und ist eine Schlüsselfigur in den laufenden Gerichtsprozessen gegen die Hersteller von Mobiltelefonen und Mobilfunknetzen.

* Dr. Ulrich Warnke: Vortrag (390 kB) beim 1.Bamberger Mobilfunk-Ärzte-Symposium 29.01.2005
* Dr. med. Gerd Oberfeld, Amt der Salzburger Landesregierung, Vortrag (240 kB) beim 1.Bamberger Mobilfunk-Ärzte-Symposium 29.01.2005
* Univ. Doz. Dr. Ferdinand Ruzicka; Wirkungsweise von EMF auf biologische Systeme
* Hans-U Jakob: Wertverluste bei Immobilien
* Amt der Salzburger Landesregierung: Elektrosmog
* sonstige Studien: Omega-News
* Dr. med. Gerd Oberfeld: Artikel in der Medical Tribune 35/36 2005
* private Website von Univ. Doz. Dr. Ferdinand Ruzicka: www.mikrowellensmog.info
* private Website von Dipl. Ing. Ralf Dieter Wölfle: www.ralf-woelfle.de
* private Website von Reinhard Rückemann 42389 Wuppertal, BRD: www.risiko-elektrosmog.de

* Mobile phones 'more dangerous than smoking'
Mobile phones could kill far more people than smoking or asbestos, a study by an award-winning cancer expert has concluded. He says people should avoid using them wherever possible and that governments and the mobile phone industry must take "immediate steps" to reduce exposure to their radiation. The study, by Dr Vini Khurana, is the most devastating indictment yet published of the health risks.
=> Source The Independent 30.3.2008

Fachmagazine:
* MEDMIX 11-12/2007: Handystrahlen und Hirntumoren
... In Österreich sowie auch in anderen Teilen der EU sind bislang nur maligne Tumoren meldepflichtig. Im Zeitraum von 1983 bis 2003 stieg dabei die Inzidenz von malignen Gehirn- und ZNS Tumoren von 4,1 auf 6,5 pro 100.000 Einwohner pro Jahr. Bei jährlich etwa 700 Neuerkrankungen machen sie damit 2% aller Krebserkrankungen in Österreich aus ...
 
 
 
 

3. Die Richt-, Vorsorge- und Grenzwerte

Zunächst ist einmal festzustellen, dass es in Österreich keine gesetzliche Regelung zum Thema der Grenzwerte für die Exposition von Mobilfunkwellen gibt. Es gibt lediglich eine eine rechtlich unverbindliche Empfehlung des Rats der Europäischen Union vom 12. Juni 1999 (= Amtsblatt Nr. L 199 vom 30.07.1999: 1999/519/EG), eine rechtlich unverbindliche Vornorm des Vereins "Österreichisches Normungsinstitut" (= S1120) und einen Vorsorgewert der Salzburger Landessanitätsdirektion (= Salzburger Vorsorgewert). Im Allgemeinen handelt es sich dabei um die über 6 Minuten gemittelten Effektivwerte. Zu beachten ist, dass die Definition zur Interpretation der Grenz-, Richt- und Vorsorgewerte nicht in allen Regelungen eindeutig definiert ist (z.B. gemittelte Werte oder Spitzenwerte der generell gepulsten Werte? ).

Generell kann das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch (ABGB) zur Beurteilung von Schäden herangezogen werden. Demnach ist gemäß §1295 ABGB ein verschuldeter Schaden zu ersetzen. Wer sich ein gefährlichen Sache bedient, haftet für die damit verbundene Schäden.

        Tabelle über die Richt-, Vorsorge- und Grenzwerte:

Umrechnung der Einheiten: 1 Watt = 1000 Milliwatt (mW) = 1.000.000 Mikrowatt (µW)
 
Leistungsflussdichte 
in µW/m²
Staat bzw. Bundesland
                    1 µW/m²  Neuer Vorsorgewert in Salzburg seit Feb 2002: Innenräume
                  10 µW/m²  Neuer Vorsorgewert in Salzburg seit Feb 2002: Außen bzw. Im Freien
                100 µW/m²  Automobilhersteller BMW-Grenzwert für BMW-Arbeitsplätze 2003
             1.000 µW/m²  Alter Vorsorgewert in Salzburg 1998 bis Feb 2002; 
             4.000 µW/m²  UdSSR (alt)
           10.000 µW/m²  Vorsorgewert Wien (2000); Kritische Anmerkung von "Die Grünen - Penzing"
           24.000 µW/m²  neuer Grenzwert für Belgien Juni 2009
         100.000 µW/m²  Vorsorgewert in der Schweiz (teilweise nur 45.000 µW/m²)
         100.000 µW/m²  Grenzwert in Polen
         100.000 µW/m²  Vorsorgewert in Italien 1998
         100.000 µW/m²  Russland, China (Summe Hochfrequenzstrahlung)
      9.000.000 µW/m²  Grenzwert in Deutschland (26. BImSchV )
      9.000.000 µW/m²  EU Ratsempfehlung 1999/519/EG, Amtsblatt L199/59-70; nicht rechtsverbindlich
    10.000.000 µW/m²  Vornorm ÖNORM S1120; nicht rechtsverbindlich; keine "Vorschrift"

Umrechnungstabellen für die Umrechnung der Leistungsflussdichte S in Magnetische Flussdichte B, in die Magnetische Feldstärke H oder in die Elektrische Feldstärke E => bitte hier klicken

Exkurs zur WHO
(Weltgesundheitsorganisation) und der Schädlichkeit vom Rauchen:

"Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat 50 Jahre gebraucht, um zuzugeben, dass Rauchen gesundheitsschädigend ist. Dieselbe WHO hat nebenher zusätzliche 30 Jahre gebraucht, um zuzugeben, dass Passivrauchen der Gesundheit abträglich ist. Mit Dutzenden von ihr selbst finanzierten wissenschaftlichen Gutachten hat es die Tabakindustrie verstanden, sich jahrzehntelang vor jeglichen Schadenersatzforderungen zu schützen."
Link: Hans-U. Jakob. 6.7.05 www.gigaherz.ch/929
 

Was diese Grenzwerte für Mobilfunkstrahlung regeln oder auch nicht regeln:
 
Geregelt:...................................... Nicht geregelt:.........................
* „thermische Effekte“ *„athermische Effekte“
* Kurzfristige, monokausale Effekte  * Schlaf-Wach-Rhythmus
* keine langfristigen und keine 
synergetischen Effekte
* Sinneszellen
* Erwärmung des Körpergewebes * Nervensystem
* Immunsystem
* Gehirnaktivität
* Zellkommunikation

Baubiologische Richtwerte für den Schlafbereich nach Wolfgang Maes.
 
Leistungsflussdichte in µW/m² Auswirkung
        0,1 µW/m² keine Anomalie
0,1 - 5,0 µW/m² schwache Anomalie
  5 - 100 µW/m² starke Anomalie
    > 100 µW/m² extreme Anomalie

Geschätzte Leser:
Bitte beurteilen Sie selbst, welchen Wert Sie für sich als Maßstab heranziehen möchten. Die Physik und die gesundgeitlichen Auswirkungen sind jedenfalls in allen Ländern gleich ! Den Unterschied macht die Politik des jeweiligen Landes.
PS: Am besten geschützt sind offensichtlich die Salzburger :-)
 
 

4. Die Aussagen der Politiker der verschiedenen Parteien

ÖVP Gesundheitsministerin Rauch-Kallat 2005
Frau Bundesministerin für Gesundheit, Rauch-Kallat, warnte in der gestrigen Pressekonferenz vor dem Handytelefonieren und rät zu vernünftigeren und vorsorglichen Umgang mit Handys. Gemeinsam mit dem Obersten Sanitätsrat werden Empfehlungen veröffentlicht, die als Flugblätter in Schulen, Ordinationen und Geschäften aufgelegt werden werden. Die Empfehlungen lauten: Kurz telefonieren, wenig im Auto telefonieren, beim Verbindungsaufbau das Handy vom Kopf entfernt halten, Kopfhörer verwenden, Handys während des Schlafes weit weg legen, SMS schicken statt zu telefonieren.
Anmerkung: Das kleine Handy mit dem kleinen Akku wird also von der Gesundheitsministerin als gefährlich hingestellt (4 Tage nach der Bescherung zu Weihnachten), während der große Handymast mit den dicken Stromkabeln als Gesundheitsproblem nicht einmal erwähnt wurde. Wahrscheinlich wird es eine eigene Pressekonferenz zum Thema Handymasten geben...
Qu: Homepage des Bundesministeriums und Tageszeitungen vom 29.12.2005

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SPÖ LR Peter Rezar Bgld 2005:
Handymast Müllendorf - Bund ist gefordert: „Der Gutachter (Anm: Dr. Gerd Oberfeld) kommt zum Schluss, dass es einen Zusammenhang zwischen den im Siedlungsgebiet Müllendorf auftretenden Krankheiten und der Mobilfunkanlage gibt. Er rät, die im Umfeld von Müllendorf
befindlichen Mobilfunkanlagen für sechs Monate außer Betrieb zu setzen“, so Rezar. Die Bundespolitiker müssten nun rasch handeln." In der Causa Handymast Müllendorf fordert LR Peter Rezar (SPÖ) die zuständigen Bundespolitiker Gesundheitsministerin Rauch-Kallat, Vizekanzler Gorbach und Staatssekretär Mainoni zum wiederholten Male auf, aktiv zu werden.
Qu: Mittelingsblatt des GVV Burgenland Dez 2005

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FPÖ und Grüne Wien 2005:
Handymasten: FPÖ und Grüne einig
"Seltene Einmütigkeit: Am Montag forderten beide Parteien in der Diskussion um die Besteuerung von Handymasten, das verpflichtende Mitspracherecht von Mietern bei deren Aufstellung auf ihrem Haus festzuschreiben. ..."
Qu: www.vienna.at vom 31.10.2005

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SPÖ Steiermark 2005:
"Dem Handymasten-Wildwuchs in der Steiermark soll nach dem Beispiel Niederösterreichs Einhalt geboten werden, so will es SPÖ-Klubobmann Walter Kröpfl: "Die Mobilfunkbetreiber sind aufgefordert, Verhandlungen mit dem Land Steiermark aufzunehmen." ... So ist es auf Betreiben des SPÖ-Landtagsklubs gelungen, in der Bauordnung der Steiermark (als einziges Bundesland) ein Mitspracherecht der betroffenen Bürgerinnen und Bürger bei der Errichtung von Handymasten festzuschreiben. ..."
Qu: SPÖ Steiermark vom 28.10.2005

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Grüne Salzburg 2005:
...Salzburgs Grüne fordern unterdessen eine Handymasten-Steuer, die sich nach der gesundheitlichen Belastung richtet. "Die am wenigsten belastenden Standorte sind billig, mit der Belastung steigt die Steuer", schlug die grüne Umweltsprecherin LAbg. Heidi Reiter am Sonntag in einer Aussendung vor. Eine Mastensteuer, abgestellt auf die Sendeleistung sowie die Zahl und Betroffenheit von Anrainern wäre ein ideales wirtschaftliches Instrument zur Herabsetzung und Kontrolle der gesundheitlichen Auswirkungen von Sendeanlagen, meinte Reiter.
Qu: ORF futurezone vom 30.10.2005

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SPÖ Graz 2005:
HANDYMASTEN: Sendeanlagen für Mobiltelefone sollen – soweit überhaupt für eine zukunftsorientierte Stadt erforderlich – nur dann genehmigt werden, wenn die Standorte im Hinblick auf das Stadtbild und eine möglichst geringe Feldstärke optimiert werden. Die Stadt soll sich an der Risikofolgen- Forschung über elektromagnetische Strahlungsfelder beteiligen.
Qu: Visionen der SPÖ Graz aktuell online

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ÖVP Niederösterreich 2005:
LAbg. Mag. Schneeberger (ÖVP): "...Durch die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur könnte auch eine flächendeckende, qualitativ hochwertige Versorgung im ländlichen Raum sicher gestellt werden und darüber hinaus durch vernüftige Standortwahl den gesundheitlichen Bedenken der Bürger Rechnung getragen werden. Wir dürfen Ihnen versichern, dass uns auch die Gesundheit der Bürger ein wesentliches Anliegen ist. ..."
Qu: Schreiben des LAbg. Mag. Schneeberger an Robert Marschall vom 23.9.2005

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SPÖ Baden 2005:
Geplanter vierter Handymast am Trabrennplatz Baden:
"Es  geht nicht nur um die Wertminderung bei den von der Strahlungsbelastung am ärgsten betroffenen Wohnungen," sagt Schützl. "Ständig wird das Projekt gesunde Gemeinde zitiert. ... Jetzt sollen die Politiker beweisen, wie ernst sie es meinen." Anm.: Herr Schützl ist SPÖ Gemeinerat in Baden
Quelle: Badener Rundschau vom 15.9.2005 und Badener SPÖ: Website

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ÖVP und SPÖ Niederösterreich 2005:
ÖVP und SPÖ begrüßen das grundsätzlich positive EuGH-Urteil zur belgischen Handymasten-Steuer. Grüne und FPÖ äußern Kritik....Der niederösterreichische SPÖ-Klubobmann Hannes Weninger begrüßt das EuGH-Urteil. Die Handymasten-Steuer werde auch allen künftigen Überprüfungen standhalten.
Qu: ORF-online 8.9.2005

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ÖVP Niederösterreich 2005:
Das Urteil des EuGH sei "natürlich in unserem Sinne. Denn das ist eine Bestätigung des niederösterreichischen Weges, die Betreiber zum Bündeln zu zwingen und so Landschaft, Ortsbild und vor allem die Gesundheit der Bürger zu schützen", reagierte Klaus Schneeberger, Klubobmann der Volkspartei NÖ, auf die Entscheidung, wonach die belgische Handymasten-Steuer nicht gegen EU-Recht verstoße.
Qu: Kleine Zeitung vom 8.9.2005

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ÖVP NÖ: Landeshauptmann Dr. Pröll
LH Dr. Erwin Pröll: "...Gewinnmaximierung kann nicht der Weg sein, sondern Gewinnoptimierung, nämlich der Einsatz technischer Mittel zum Vorteil und Nutzen der Bevölkerung und möglichst ohne Schädigung von Land und Leuten. ..."
Schreiben des Landeshauptmanns Dr. Erwin Pröll an Mag Robert Marschall (7. Sept. 2005)

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ÖVP NÖ: Landeshauptmann Dr. Pröll
In einem Artikel der Tageszeitung "Kurier" in der Sonntagsausgabe vom 28. August 2005 wird das Interview mit Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll wiedergegeben. Darin wird er wie folgt zitiert:
"...Diese Manager haben es sich auf fett gepolsterten Sesseln bequem gemacht. Sie versuchen mit beiden Händen Geld zu scheffeln, ohne sich einen Deut um Land und Leute zu scheren. Eines Tages werden sie absalutieren - unter ihrer Hinterlassenschaft wird aber die Landschaft, die Gesundheit und die Lebensqualität noch lange leiden. Daher ist es notwendig, diesem Treiben zumindest eine Diskussion entgegenzusetzen. Denn Nemsic, Pölzl und Co. verhalten sich so, als würde jeder Transportunternehmer eine eigene Autobahn bauen.  ... Es ist höchste Zeit, dass sie sich zusammentun. Aber notfalls muss man eben eine gemeinsame Infrastrukturgesellschaft erzwingen. ... "

Im Streit um die nö. Handymastensteuer kritisiert LH Erwin Pröll (ÖVP) in einem Interview im heutigen Kurier die Mobilfunk-Chefs von Mobilkom und T-Mobile-Austria. Die beiden würden Österreich enormen Schaden zu fügen, so Pröll. ...
Qu: ORF-online vom 28.8.2005

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SPÖ Klagenfurt 2005:
Klagenfurts Gesundheitsstadträtin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) fordert verbindliche Grenzwerte für die Strahlung beim Mobilfunk ein. Die Politikerin hat als Umweltmedizinerin selbst an einer Studie über die Auswirkungen der Handystrahlung mitgearbeitet. In der aktuellen Diskussion rät Mathiaschitz  zu mehr Schutz für die Bevölkerung. Egal ob Handybenützung oder Handymasten: In beiden Fällen könne die Strahlung zu gesundheitlichen Schäden führen, sagt Mathiaschitz.
Qu: ORF-online vom 12.08.2005

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Alle Parteien in Villach 2005:
Villacher Gemeinderat einstimmig gegen "Wildwuchs" von Handymasten!
...Alle Parteien standen gestern Abend im Gemeinderat unter Vorsitz von Bürgermeister Helmut Manzenreiter hinter der als Dringlichkeitsantrag eingebrachten SPÖ-Resolution. Darin werden die Landesregierung, der Landtag und alle darin vertretenen Parteien nachdrücklich aufgefordert, durch die Schaffung von gesetzlichen Voraussetzungen – insbesondere einer „Handymasten-Steuer“ – eine verstärkte gemeinschaftliche Nutzung der Mobilfunkstandorte durch die unterschiedlichen Betreiber zu forcieren und somit den „Wildwuchs“ von Handymasten einzudämmen! „Es geht dabei nicht um Verhinderung, sondern um Koordination und Konzentration der Handymasten auf einen Standort“, reagiert Bürgermeister Helmut Manzenreiter mit dem Appell und der Resolution auf die zunehmenden Beschwerden aus der Bevölkerung. Neben der Beeinträchtigung des Orts- und  Landschaftsbildes gehe es dabei insbesondere auch um gesundheitliche Bedenken, das Wohlbefinden und den Schutz der Bürgerinnen und Bürger.
Qu: Stadt Villach unter www.villach.at am 10.8.2005

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ÖVP Niederösterreich 2005:
In einem Artikel der Tageszeitung "Kurier" in der Sonntagsausgabe vom 28. August 2005 wird das Interview mit Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll wiedergegeben. Darin wird er wie folgt zitiert:
"...Diese Manager haben es sich auf fett gepolsterten Sesseln bequem gemacht. Sie versuchen mit beiden Händen Geld zu scheffeln, ohne sich einen Deut um Land und Leute zu scheren. Eines Tages werden sie absalutieren - unter ihrer Hinterlassenschaft wird aber die Landschaft, die Gesundheit und die Lebensqualität noch lange leiden. Daher ist es notwendig, diesem Treiben zumindest eine Diskussion entgegenzusetzen. Denn Nemsic, Pölzl und Co. verhalten sich so, als würde jeder Transportunternehmer eine eigene Autobahn bauen.  ... Es ist höchste Zeit, dass sie sich zusammentun. Aber notfalls muss man eben eine gemeinsame Infrastrukturgesellschaft erzwingen. ... "

Im Streit um die nö. Handymastensteuer kritisiert LH Erwin Pröll (ÖVP) in einem Interview im heutigen Kurier die Mobilfunk-Chefs von Mobilkom und T-Mobile-Austria. Die beiden würden Österreich enormen Schaden zu fügen, so Pröll. ...
Qu: ORF-online vom 28.8.2005

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Grüne Niederösterreich 2005:
Die Handymastenbesteuerung ist legistische völlig missglückt, stark wettbewerbsverzerrend und verfassungs- und europarechtlich bedenklich. Werder der vorgeschützte Ortsbild- und Landschaftsschutz wird verbessert, noch die Strahlungsbelastung der Bevölkerung wird dadurch verringert.
Qu: Grüne Niederösterreich vom 7.7.2005

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Grüne Oberösterreich 2005
"...Wir fordern Parteistellung für Anrainer und geben dieses Anliegen in Form einer Resolution an den Infrastrukturminister Hubert Gorbach weiter", sagen Rudi Anschober und Gunther Trübswasser von den Grünen. Für die Grünen liegt die Verantwortung beim Problemfall Handymasten bei Gorbach: "Er könnte mit einer Verschärfung des Telekommunikationsgesetzes seriöse Grenzwerte verordnen und die Mobilfunkbetreiber dazu verpflichten, Sendeanlagen gemeinsam zu nutzen." Bisher sei in diese Richtung überhaupt nichts geschehen. ..."
Qu: OÖNachrichten 5.7.2005

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ÖVP NÖ 2005: Landeshauptmann Pröll
"Meine Verantwortung ist und bleibt, dass in Niederösterreich erstens die Umwelt in Ordnung ist, dass das Landschaftsbild in Ordnung bleibt und dass die Konsumenten nicht auf der Strecke bleiben. Denn wenn es einmal so weit geht, dass die Handymastenbetreiber schon Masten auf Schuldächern installieren wollen, dann ist die Grenze des Möglichen überschritten", so Pröll.
Qu: ÖVP Niederösterreich vom 22.6.2005

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Grüne Tirol 2005:
Anstatt über eine derartige "Geldbeschaffungsaktion" nachzudenken, müssten endlich Maßnahmen zur Verringerung des Gesundheitsrisikos von Handymasten ergriffen werden. Diesbezüglich bekräftigt Maria Scheiber auch die Forderung der GRÜNEN nach mehr Rechten für AnrainerInnen von Handymasten. "Bis heute weigern sich in Tirol ÖVP wie SPÖ, der Bevölkerung jene Rechte einzuräumen, die ihnen eigentlich zustehen. Wer einen Handymasten vor die Nase gesetzt bekommt, ist völlig wehrlos. Da besteht akuter Handlungsbedarf." In der Handymasten-Debatte müsse über mehr Gesundheitsvorsorge, und nicht über mehr Steuern diskutiert werden.
Qu: Die Grünen Tirol vom 21.6.2005

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SPÖ Niederösterreich 2005:
'Wir wollen den Wildwuchs von Handymasten in Niederösterreich nachhaltig eindämmen und die Sendeanlagen aus den Ortszentren verbannen. Auf Initiative der SPÖ wird nun ein neuer Vorschlag in die Diskussion über die Einführung des NÖ Sendeanlagenabgabegesetzes eingebracht. Mobilnetzbetreiber sollen, wenn sie ihre Anlagen aus den Ortszentren verlagern, eine finanzielle Unterstützung seitens des Landes erhalten', informiert der Klubobmann der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Hannes Weninger.
Qu: SPÖ NÖ am 20.6.2005

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SPÖ Schärding (OÖ) 2005:
"...Umweltstadtrat Markus Pühringer (SP) initiierte daraufhin eine Messung der Strahlenbelastung an verschiedenen Punkten. "Die Ergebnisse haben sicher zu einer Beruhigung der Lage beigetragen, dennoch müssen wir dem unkontrollierten Ausbau des Sendenetzes einen Riegel vorschieben", so Pühringer. Seine Fraktion brachte daraufhin in der jüngsten Gemeinderatssitzung einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag ein, der schließlich mit den Stimmen der SPÖ und Teilen der ÖVP beschlossen wurde. ..."
Qu: O.Ö. Rundschau Nr. 08 vom 24.2.2005, S 19

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Grüne Oberösterreich 2004:
"Wo die Auswirkungen auf den menschlichen Organismus nicht ganz geklärt sind, muss ein Vorsorge-Prinzip gelten: So wenig Belastung wie möglich", argumentiert Anschober. Ein europaweiter Wildwuchs von Grenz- und Richtwerten gehöre harmonisiert, ohne dass dadurch die Mobilfunknetze zum Erliegen kommen müssten. "Gerade mit der neuen UMTS-Technologie und dem Ausbau der Netze nehmen die Anfragen verunsicherter Bürger zu", so Anschober (Landesrat der Grünen in OÖ)
Qu. Oberösterreichische Nachrichten vom 3.11.2004

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SPÖ Kärnten 2004:
Eine Studie über Auswirkungen von Mobilfunk-Basisstationen auf Gesundheit und Wohlbefinden im ländlichen Raum hatte Gesundheitsreferent LHStv. Peter Ambrozy in Auftrag gegeben. ...Trotz der niedrigen Exposition könne auf Basis der Studie aber nicht ausgeschlossen werden, dass die langfristige Exposition das Wohlbefinden beeinträchtigt, erklärte Ambrozy. ...Die Studie habe gezeigt, dass sich durch den Mobilfunk die Immission an hochfrequenten elektromagnetischen Feldern aber insgesamt deutlich erhöht habe, berichtete der Gesundheitsreferent....Auch sei ermittelt worden, dass es in der Bevölkerung nur eine Minderheit von zehn Prozent gebe, die starke Befürchtungen habe, dass von der Basisstation nachteilige gesundheitliche Auswirkungen ausgehen könnten. 58 Prozent hätten diesbezüglich gar keine Befürchtungen. Trotz der niedrigen Exposition könne auf Basis dieser Untersuchung nicht ausgeschlossen werden, dass die langfristige Exposition das Wohlbefinden beeinträchtige, meinte auch Michael Kundi vom beauftragten Institut. Symptome wie Kopfschmerzen, Zittern, Verdauungsbeschwerden, rasche Erschöpfung und in geringerem Maß auch Beeinträchtigungen des Schlafes würden einen Zusammenhang mit der Exposition zeigen. ...Außerdem forderte Ambrozy, dass bei der Errichtung von Basisstationen nicht nur wirtschaftliche und funktechnischen Kriterien sowie die Anforderungen des Landschafts- und Ortsbildschutzes zu erfüllen seien, sondern man auch glaubhaft Vorsorge für die Gesundheit betreiben müsse.
Qu: www.kaernten.spoe.at vom Okt 2004 und OTS Meldung vom 24.10.2004

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SPÖ Salzburg 2004:
Burgstaller: Ja, wir treten dafür ein, dass Menschen, die als Elektrosmog empfindlich eingeschätzt
werden, ernst genommen werden (a). Wir treten weiters (b) für das Vorsorgeprinzip ein. Dabei ist es unsere Auffassung, dass die wissenschaftliche Forschung vorangetrieben werden muss, um Sicherheiten zu erlangen. Im Zweifelsfall setzen wir auf den vorsorgenden Schutz der Gesundheit. In den vergangenen Jahren war es gerade Politik der Salzburger SPÖ, sich für einen bundesweit einheitlichen Wert einzusetzen (c). Dieser soll sich nach unseren Vorstellungen am Salzburger Vorsorgewert orientieren.
Qu: Recherche des Naturschutzbundes zum Landeswahlkampf 2004 in Salzburg
Anmerkung der Redaktion: Frau Burgstaller hat die Landtagswahl gewonnen und ist jetzt Landeshauptfrau im Bundesland Salzburg

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ÖVP Wien 2004
Wiener ÖVP fordert mehr Engagement beim Thema Handymasten
...Grundsätzlich spreche sich die Wiener ÖVP für die Errichtung notwendiger Handmasten zur optimalen Mobilfunkversorgung der Wiener Bevölkerung und zwecks Absicherung des Wirtschaftsstandortes Wien aus, jedoch müsse es speziell bei Schulen, Kindergärten und vergleichbaren Einrichtungen zu größtmöglicher Zurückhaltung kommen. Derzeit existieren laut Klucsarits rund 3000 Sendeanlagen, davon rund 450 in Wohnhausanlagen der Stadt Wien. Beide Mandatare rechnen im Zuge der Einführung der UMTS-Technik mit einem weiteren Ausbau der Sendeanlagen um ca. 1500 Stück. Weitere Forderungen betrafen die Einsetzung eines entsprechenden Handymasten-Koordinators seitens der Stadt Wien, wie auch eine aktive Informationsarbeit seitens der Stadt.
Qu: RK vom 19.4.2004

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Grüne Burgenland 2003:
Mobilfunk und Infraschall: Klärung der Zuständigkeiten alleine hilft Betroffenen nicht!
Krojer: Nießl ist gefordert, seinen Handlungsspielraum voll auszunutzen
„Beim Betrieb von Handymasten und vor allem bei Gesundheitsbelastungen liegen die Kompetenzen beim Bund, und der ist auch aufgefordert, endlich zu handeln. Trotzdem hat die burgenländische Landesregierung, allen voran Landeshauptmann Nießl, aber sehr wohl Handlungsspielraum in Wien und auch im Land selbst. Und dieser Handlungsspielraum muss zum Schutz der Betroffenen in Müllendorf, Großhöflein und anderswo endlich voll genutzt werden“, so die Klubobfrau der Grünen, Grete Krojer anlässlich der Handymastendiskussion der letzten Tage.
Qu: Grüne Burgenland vom 17.12.2003

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SPÖ Mödling 2002 ?
Um die Anrainer- und Gemeinderechte zu stärken, bringt der Klub der SP-GemeinderätInnen im nächsten Gemeinderat eine Resolution an die Bundesregierung ein. Die Resolution wird von der ÖVP mitgetragen. ... Die Ängste und Befürchtungen der Bevölkerung in Zusammenhang mit der Errichtung von Mobilfunksendeanlagen liegen einerseits in einem subjektiv empfundenen gesundheitlichen Risiko durch elektromagnetische Felder und andererseits in der optischen Beeinträchtigung von Ortsbild und Landschaft. Aus diesem Grund werden Standorte von “Handymasten” in Wohngebieten von vielen Menschen als problematisch angesehen. ... Neue Anlagen sind so zu planen, dass die Exposition in Bereichen, in denen sich Menschen längere Zeit aufhalten, möglichst gering ist und unter strikter Gewährleistung der Gesundheit der betroffenen Bevölkerung erfolgt.
Qu: SPÖ Mödling

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Salzburgs Landtag 2002
Verschärfte Regeln für Handymasten: Salzburgs Landtag hat am Mittwochvormittag ein neues Gesetz gegen Mastenwälder von Handy-Netzbetreibern beschlossen. Das Forum Mobilkommunikation sieht Salzburgs Zukunft als Olympiastadt gefährdet. Der Bürgermeister widerspricht dem scharf.
Die Handynetz-Firmen kritisieren den jüngsten Beschluss des Salzburger Landtages, der das unkontrollierte Aufstellen von Handymasten verhindern soll. Der Landtag hat am Mittwochvormittag einstimmig strengere Regeln für den Bau von Handy-Masten beschlossen. Im Gegensatz zu bisher ist eine Bewilligung nach dem Gesetz für Ortsbildschutz notwendig: Sowohl in Siedlungen als auch in der Nähe von Betrieben müssen künftig Mindestabstände von 50 Metern zu Gebäuden eingehalten werden. ...Der Salzburger Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) weist die Kritik der Handy-Netz-Betreiber als unseriös zurück. ...
Qu: Purkersdorf-online 2002-10-09

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Grüne Villach 2002:
Handymasten: Mehr Schutz für die Anrainer, größere Entfernung der Handymasten von Wohnungen;
Einführung des Salzburger Vorsorgewertes (max. 1 Milli-Watt pro m2 Energieflussdichte für die Summe der GSM-Felder aller Netzbetreiber).
Qu: http://villach.gruene.at/wahlen.php

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Die Grünen Floridsdorf 2001 ?
Wolfgang PARNIGONI: "Wir verlangen, dass die Ängste und Sorgen von zehntausenden Österreichern und Österreicherinnen ernst genommen werden müssen," fordert der Umweltsprecher der Wiener Grünen, GR Rüdiger Maresch. "Eine Technologie, deren Gefährdungspotential noch nicht endgültig abgeschätzt werden kann, muss dem Vorsorgeprinzip unterliegen. Das Recht auf Gesundheit und Information zählt zu den Grundrechten der Menschen." ...
Qu: Die Grünen Floridsdorf

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SPÖ Landtagsklub Steiermark 2001
Während sich SPÖ und Grüne klar für einen umfassenden Schutz der Bevölkerung im Rahmen des „immer ärger werdenden Handymasten-Problemes“ aussprachen, wird die Problematik von ÖVP und FPÖ aus Lobbyismusgründen nach wie vor verniedlicht. „Aufgrund der Tatsache, dass es immer häufiger vorkommt, dass zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern über Nacht ein monströser Handymast vor die Nase gesetzt wird, herrscht akuter Handlungsbedarf. Schließlich ist es in der Steiermark aufgrund der derzeit herrschenden Rechtslage möglich, Handymasten ohne ein Verfahren und ohne Beiziehung der Nachbarn zu errichten“, ärgert sich LAbg. Waltraud Bachmaier-Geltewa, die sozialdemokratische Fraktionsführerin im besagten Unterausschuss. Da aufgrund der immer größer werdenden Diskussion um die Gefährlichkeit der Strahlung, die von Handymasten ausgehen soll, bei den Betroffenen stets großes Misstrauen entsteht, sei die Einbindung in etwaige Verfahren ein Gebot der Stunde.
Qu: SPÖ Landtagsklub Steiermark
Anmerkung der Redaktion: 4 Jahre später gewann die SPÖ Steiermark + 9% an Stimmen und wird in wenigen Wochen den Landeshauptmann der Steiermark stellen.

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Grüne Steiermark 2001:
„Der Handymasten-Wildwuchs muß dringend eingedämmt werden, auch weil die gesundheitlichen und ökologischen Risiken derzeit nicht eindeutig einschätzbar sind. Das Land muss endlich wieder den Überblick über diese Entwicklung bekommen und sich eindeutig auf die Seite besorgter BürgerInnen stellen", fordert Umweltsprecherin LAbg. Edith Zitz.
Der GSM-Ausschuss des Landtages, initiiert von den Grünen, traf sich am 10. Juli. Festgelegt wurde dabei, dass der Bund analog zu Italien Grenzwerte für die Strahlen erlassen muß. Das unterstützen auch SPÖ und ÖVP. Frau Forstinger ist dafür als Telekommunikationministerin zuständig.
Qu.: Grüne Steiermark

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Kirche in Italien 2001:
Kirchtürme sind keine Handymasten; Italiens Bischöfe sind gegen Mobilfunksender
Kirchtürme bleiben in Italien der "Kommunikation zwischen Gott und den Gläubigen" vorbehalten und dürfen nicht länger zur Montage von Mobilfunksendern verwendet werden. ...Das hat die italienische Bischofskonferenz Ende dieser Woche beschlossen. In einem Rundschreiben weist Monsignore Ennio Antonelli, der Generalsekretär der italienischen Bischofskonferenz, gegenwärtig die Pfarreien in ganz Italien an, die Montage und den Betrieb von Mobilfunksendern auf Kirchtürmen nicht mehr zu gestatten. Bereits existierende Sendeanlagen müssen entfernt werden. Monsignore Ennio Antonelli wies in der Erklärung der Bischofskonferenz darauf hin, dass Mobilfunksender prinzipiell mit der "Heiligkeit" von Kirchen unvereinbar wären. Sie würden nicht nur gegen Kirchenrecht verstoßen, sondern durch die weltlichen Nutzung auch den besonderen steuerlichen Status der Kirchen in Italien gefährden.
Qu: ORF-futurezone vom 2001.03.04

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FPÖ Frau Bundesminister Forstinger
Streit um Grenzwerte für Handymasten: Ministerin Forstinger [FPÖ] will unterschriftsreife Verordnung nicht unterzeichnen | Mobilfunker protestieren lauthals | Sicherheit der Infrastruktur-Investitionen stehe auf dem Spiel | "Extrem elektrosensibler" Anwohner klagt gegen Handymasten in Linz ...
Forstinger: "Es lägen keine fundierten Forschungsergebnisse vor, um die Festlegung eines Grenzwertes zu rechtfertigen."
Qu: ORF-online vom 23.1.2001

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Tiroler Landtag 2000 / Grüne
Als ersten Erfolg im Kampf um mehr Rechte für Handymasten-NachbarInnen verbucht die GRÜNE Umweltsprecherin Maria Scheiber den heute gefassten Beschluss im Landtag. Dieser fordert den Bund auf, den AnrainerInnen von Handymasten im Telekommunikationsgesetz Parteistellung zu ermöglichen. Die GRÜNEN hatten einen diesbezüglichen Antrag gestellt. Da die Frage der Gesundheits-beeinträchtigungen durch Handymasten in die Kompetenz des Bundes fällt, ist dies eine zentrale Forderung der GRÜNEN. ???Ich freue mich, dass wenigstens dieser Punkt Zustimmung gefunden hat, denn die Frage der möglichen Gesundheitsschäden durch Handymasten beunruhigt viele Menschen“, so Scheiber. ???NachbarInnen von Handy-masten brauchen Parteistellung, um ihrer Sorge um die Gesundheit so Ausdruck verleihen zu können, dass sie auch gehört wird.“
Qu: Die Grünen vom 9.11.2000

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Deutschland 1994
"Die aufgeregte Diskussion in der Bevölkerung über die Kernenergie dürfte in Relation
zu dem, was uns die Mobilfunknetze noch bescheren werden, nur ein laues Lüftchen
gewesen sein."
Bundespostminister Wolfgang Boetsch vor Journalisten in Bonn (1994)

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Deutschland - Nordrhein-Westfahlen 1994
"Die flächendeckende Mobilfunkeinführung ohne eine umfassende Abschätzung der
Risiken für den Menschen ist unverantwortlich."
Landtag NRW Düsseldorf (12. März 1994)
(Anm.: Eine umfassende Abschätzung der Risiken für Mensch und Natur ist bis heute nicht erfolgt.)
 

Autor: Mag. Robert Marschall,
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Ergänzende Infos über das Leben neben dem Handymasten unter www.handymast.at
Ergänzende Infos über billigeres Telefonieren am Festnetz unter: www.tricotel.at und billiges Telefonieren