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Bürgerinitiative Gablitz (BIG)


Foto: Handymast am Gasthof Stadelmaier1. Vorbemerkung und Logo:
2. Name:
3. Gründungsdatum:
4. Kontaktpersonen:
5. Anlass:
6. Ziel & Forderungen:
7. Unterstützer: 331 (10% der Wahlberechtigten)

8. Aktivitäten der BIG:
9. Schreiben der Bürgerinitiative Gablitz (BIG) an Gemeinderäte von Gablitz:
10. Presseaussendungen der Bürgerinitiative Gablitz:
11. Presseartikel zum Thema:

12. Stellungnahmen von Gablitzern:
13. Beiträge von Firmen:
14. Stellungnahmen von Bundes- Landes- und Gemeindepolitikern:

15. Vorgeschichte zum Thema Handymasten in Gablitz bzw. in Niederösterreich:
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A- 3003 Gablitz (NÖ); Bezirk Wien-Umgebung

1. Vorbemerkung:Logo der Bürgerinitiative für eine sofortige Verringerung der Strahlungsbelastung durch die Mobilfunksender im Gablitzer Ortsgebiet
Alle großen Entdeckungen gehen durch drei Stadien:
        Erst werden sie belächelt,
        dann werden sie heftig bekämpft und
        schließlich werden sie als selbstverständlich angenommen!
(Quelle: Arthur Schopenhauer)

Hier geht es um die Entdeckung der gesundheitlichen Schädigungen der Anrainer und was unsere Politiker (= Volksvertreter) dazu meinen. Auch sie unterliegen einem Bewußtseinwandel.
Die "Jelinek-ÖVP dürfte bereits Stufe 2 erreicht haben. Die Cech-ÖVP, SPÖ und Grüne sind seit Jänner 2010 bereits auf Stufe 3 ! Das Thema der Mobilfunkstrahlungsbelastung findet sich sogar schon in den Wahlprogrammen.

Das Logo soll ausdrücken, dass der Salzburger Vorsorgewert 2002 von "10 Mikrowatt je Quadratmeter im Freien" das oberste Limit der zumutbaren Strahlungsbelastung der Anrainer sein muss.
 
 

2. Name:
Bürgerinitiative Gablitz (BIG) für eine sofortige Verringerung der Mobilfunk-Strahlungsbelastung im Gablitzer Wohngebiet

3. Gründungsdatum:
23. Sept. 2005 in Gablitz; 9 Anwesende (davon 1 Schulkind)

4. Kontaktpersonen:
1. Herr Mag. Robert Marschall, 3003 Gablitz Anton Haglgasse 14/1/3,
Tel.: 02231-68367, Email: marschall@schutz-vor-elektrosmog.at . (Wohnung großteils gegen die Mikrowelle des Mobilfunks abgeschirmt.)
(2. Herr Ing. Gerald Bartos, 3003 Gablitz Anton Haglg. 14/7; Tel.: 02231-62739. Wohnt aufgrund der Mobilfunkbestrahlungsituation nicht mehr in Gablitz)
(3. Frau Isabella Kantner: 3003 Gablitz Anton Haglg. 14/1/5; wohnt seit Ende 2009 nicht mehr in Gablitz)
4. Herr Franz Vormaurer: 3003 Gablitz Linzerstr. 112; Tel.: 02231-63174.

5. Anlass:
Neuer Mobilfunkmast der Firma T-Mobile am Gasthaus Stadlmaier; neue zusätzliche UMTS Antennen; hohe Strahlungsbelastung im Vergleich zum Salzburger Vorsorgewert 2002; die Strahlungsbelastung hat sich in den letzten Monaten noch deutlich erhöht; immer mehr Besorgnis und Gesundheitsbeschwerden der Anrainer.
Am 28. April 2007 wurden am Handymast "Gablitzer Gewerbehof" (100 Meter neben der Volksschule) zusätzliche UMTS Antennen montiert

* T-Mobile: Schreiben an Bürgermeister Jonas vom 4.3.2005 Anschreiben, GSM-Blatt, UMTS-Blatt
* Von den anderen Mobilfunkbetreibern haben wir noch keine Daten betreffend die Sendeanlagen.
* Wir haben keine gesichterte Information, ob und wieviele Masten in Gablitz gerade in Planung sind
 
 
 

Lageplan der Handymasten in Gablitz bei Wien (NÖ)Anzahl der Mobilfunkmasten:
8; davon 2 im Ortszentrum

PS: Seit der Nationalratswahl 1. Oktober 2006 kamen 33% an Handymasten dazu: einer in Höbersbach und einer hinter dem Altersheim am Hauersteig
 
 
 
 

Gablitz: neuer Handymast am Hauersteig Gablitz: neuer Handymast ober dem Altersheim Gablitz: Handymast Gewerbehof mit Zusätzlichen UMTS- Antennen
Handymast Höbersbach  (von B1)     Handymast Hauersteig    Handymast Gewerbehof bei der Volksschule
 

6. Ziel & Forderungen:
Das Hauptziel der Bürgerinitiative ist, die Strahlungsbelastung durch Mobilfunk im Gablitzer Wohngebiet deutlich zu senken und eine Verlagerung der Standorte für Mobilfunkmasten („Handymasten“) aus dem Wohngebiet heraus in unbewohntes Gebiet zu erreichen. Mobiltelefonie sollen weiterhin in Gablitz möglich sein und das ist auch technisch machbar.

Unsere Forderungen an die Gemeinde Gablitz:
* Die Gemeinde Gablitz soll an der Verringerung der Strahlungsbelastung arbeiten. Tatsächlich steigt die Strahlungsbelastung im Laufe der Jahre immer mehr an.
* Die Gemeinde Gablitz soll eine Verlagerung der Sendestandorte in unbewohntes Gebiet bewirken. Dieser Forderung hat sich die SPÖ-Gablitz im Dezember 2009 angeschlossen. Von ÖVP und Grüne gibt es noch keine Zustimmung. Die ÖVP ist überhaupt der Meinung, dass ohnedies in bester Ordnung ist.
* Die Gemeinde Gablitz soll die Bevölkerung über gesetzte Maßnahmen zur Strahlungsreduktion informieren.
Die konkreten Forderungen entnehmen Sie bitte der Beilage.

7. Unterstützer: 331 (das entspricht knapp mehr als 10% der Wahlberechtigten)
Die Sprecher der BIG mit den Unterschriftslisten v.l.n.r.: Isabella Kantner (3. Sprecherin) mit Sohn Martin, Mag. Robert Marschall (1. Sprecher), Ing. Gerald Bartos (2. Sprecher), Franz Vormaurer (4. Sprecher) * Endergebnis    am Mi 02.11.2005 nach der 5. Woche: 331 Unterschriften
        * Zwischenstand am Mi 26.10.2005 nach der 4. Woche: 270 Unterschriften
        * Zwischenstand am Mi 19.10.2005 nach der 3. Woche: 200 Unterschriften
        * Zwischenstand am Mi 12.10.2005 nach der 2. Woche: 170 Unterschriften
        * Zwischenstand am Mi   5.10.2005 nach der 1. Woche:  80 Unterschriften
        * Ziel waren 300 Unterschriften bis 2. Nov. 2005 (Allerseelen)

Eintragungszeitraum für Unterstützungsunterschriften:
28. Sept. 2005 - 2. Nov. 2005 (Allerseelen)

Eintragungslokale: (hier lagen die Unterschriftenlisten auf)
Wir danken folgenden Betrieben für Ihre Unterstützung: Angelika-Damenkleidermacher, Dr. Walter Flament (Arzt für Allgemeinmedizin), Dr. Herta + Karl Kriz (Zahnärzte), Dr. Waltraud Scholz (Ärztin für Allgemeinmedizin), Fleischfachgeschäft Ivankovits & Niessler OEG, Gasthaus Hochramalpe, Haar Atelier Eva Böhm, Kaufhaus Christine Gstoettner, s´ Kipferl (Bäckerei Edith Ulrich).

Website: http://www.schutz-vor-elektrosmog.at/buergerinitiative-gablitz.htm
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8. Aktivitäten der BIG & Reaktionen:

= > siehe auch unten Punkt 12 "Schreiben an die Gemeinderäte" und Punkt 13 "Presseaussendungen"
 

* 7. April 2010: Mobilfunk-Strahlungsmessungen in Gablitz durch das Land NÖ
 
 
Mobilfunk-Messungen im Gablitzer Gemeindeamt Mobilfunk-Strahlungsmessungen im Freien vis-avis der Raiffeisen Bank Mobilfunk-Strahlungsmessungen im obersten Stockwerk der Gablitzer Volksschule

Am 7. April 2010 fanden in Gablitz (Bezirk Wien-Umgebung) neuerlich Mobilfunk-Strahlungsmessungen durch das Amt der Niederösterreichischen Landesregierung statt.

Dabei war erfreulich,
* dass die Bürgerinitiative Gablitz dabei sein durfte und diesmal parallel Messen durfte
* dass die Messungen des Landes NÖ und der Bürgerinitiative Gablitz zu einem ähnlichen Ergebnis kamen
* dass an den meisten Standorten keine starke Verschlechterung zu 2007 eingetreten ist
* dass bei der Volksschule sowohl die Fenster, als auch die Außenmauern sehr stark die Mikrowelle des Mobilfunks abschirmen (bei offenen Fenster 510 Mikrowatt pro Quadratmeter; bei geschlossenem Fenster 0 – 10 Mikrowatt pro Quadratmeter.)

Unerfreulich ist,
* dass in der Anton Haglgasse ein neuer Spitzenwert vom Land Niederösterreich gemessen wurde, der über 3000 Mikrowatt pro Quadratmeter liegt
* dass der vom Umweltmediziner Dr Hans Peter Hutter herangezogene Vorsorgewert von 1000 Mikrowatt pro Quadratmeter in der Anton Haglgasse um mehr als das Dreifache über-schritten wurde
* dass laut den deutschen Baubiologen die Kategorie „extreme Anomalie“ bei 100 Mikrowatt je Quadratmeter beginnt und somit um das mehr als 30-fache überschritten wurde
* dass im Hort der Volksschule eine Schnurlostelefonstation (Siemens gigaset) in Betrieb ist, die mehr als 20.000 (!) Mikrowatt pro Quadratmeter verursacht
* dass Amtsleiter der Gemeinde Gablitz, Dr. Fronz, daraufhin eine Messung durch die Messtechniker des Landes NÖ im Hort der Volksschule untersagte. Das hätte der Gemeinde Gablitz null Euro gekostet. Was will er damit verheimlichen?
* Weiters konnte die Bürgerinitiative Gablitz (Mag. Marschall) noch ein zweite Schnurlostelefonstation im Direktorszimmer der Volksschule ausfindig machen, da die Strahlung noch im Geschoß darunter und am Gang deutlich messbar war.

Die offiziellen Messergebnisse des Landes NÖ werden in 2-3 Wochen erwartet.

Messergebnisse der Bürgerinitiative Gablitz bei der Parallelmessung zum Land NÖ:
Datum 7. April 2010
Die Grundgenauigkeit inklusive Linearitätsfehler (800 MHz bis 2.500 MHz, inkl. Antennenfeh-ler) liegt bei +/- 4,5 dB. Das Handmeßgerät wurde inkl. dessen Richtantenne sowohl horizontal und vertikal in ca. 1,3 Meter über dem Boden geschwenkt, als auch entlang der Meßrichtungsachse gedreht, um ein Maximum des Spitzenwertes zu erzielen.
 
Standort Messwert (Spitzenwert) 
Leistungsflussdichte:
Uhrzeit
Gemeindeamt      510 µW/m2 11:35
Wiesenfläche gegenüber der Pizzeria Antonello, Raiffeisen         39 µW/m2 12:53
Wiese verlängerte Kurzg.   5.480 µW/m2
  2.760 µW/m2
13:45
14:25
Anton Haglgasse 14-16/ 7
(Balkon Fam Bartos)
  7.050 µW/m2
  2.260 µW/m2
13:45
14:25
Volksschule 
* offenes Fenster
* geschlossene Fenster
* Hort

     510 µW/m2
   0–10 µW/m2
20.000 µW/m2

15:35
15:30
ca 15:45
Kindergarten      490 µW/m2 15:52

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18. Februar 2010: Infoabend über Handymasten & Mobilfunkstrahlung in Gablitz
 
Video: 
Informationsabend der "Bürgerinitiative Gablitz (BIG) für eine sofortige Verringerung der Mobilfunk- Strahlungsbelastung im Gablitzer Wohngebiet" am 18. Februar 2010 im Restaurant "Gablitzerhof". Alle 5 in Gablitz kandidierenden Parteien waren anwesend (ÖVP, SPÖ, Grüne, FPÖ, Pro Gablitz Krasel Team)

Video 285 MB; Dauer: 77 Minuten 
© Gablitz1.at 

Video- Start/Stop durch 
Klick ins Bild 

Mehr auf => http://www.gablitz1.at/thema/handymast-strahlung.html
 

19. Dezember 2009: SPÖ-Lokalaugenschein bei einem betroffenen Anrainer
Zwei SPÖ-Gemeinderäte (GR Forche und GR Sipl) machten sich auf den Weg, um einem massiv betroffenen Anrainer von einem Handymasten in Gablitz zu besuchen und sich vor Ort ein Bild zu machen. Konkret erkundeten sie die Lage beim Haus des 2. Sprechers der Bürgerinitiative Gablitz, Ing. Bartos. Tatsächlich ist es für Politiker wichtig mit betroffenen Bürgern zu sprechen, denn sonst ist die Diskussion rund um die Handymasten & Mobilfunkstrahlung viel zu abstrakt. Erst wenn man sieht, dass Anrainer zum Schlafen in den Keller flüchten oder gar wegziehen müssen, beginnt man die Problematik der Mobilfunkstrahlung zu erahnen.
 

10. Dezember 2009: Gemeinderatssitzung ab 19 Uhr im Gablitzer Gemeindeamt.
Bei der Gemeinderatssitzung  durfte der Sprecher der Bürgerinitiative Gablitz (BIG), Mag Robert Marschall, die Problematik rund um die Handymasten im Zentrum von Gablitz vortragen, insbesondere die mit den Sendeanlagen verbundene Strahlenbelastung der Anrainer. Die Mobilfunkstrahlung steigt von Jahr zu Jahr deutlich. Das Amt der NÖ-Landesregierung ermittelte bei Messungen am 17.11.2005 Werte zwischen 5,8 - 17 Mikrowatt je Quadratmeter, am 14.12.2007 schon deutlich mehr nämlich 83 - 2408 Mikrowatt je Quadratmeter.Eigene Messungen im Dezember 2009 haben über 7500 Mikrowatt je Quadratmeter ergeben, der Spitzenwert im Jahr 2009 lag über 19.999 Mikrowatt je Quadratmeter (Ende des Messbereichs des Messgerätes).
   Nur 5 der 20 Gemeinderäte wußten, dass es sich beim Mobilfunk um Mikrowelle handelt. (Da darf man sich auch nicht wundern, warum die Gemeinderäte überhaupt jemals einem Handymastenstandort neben der Gablitzer Volksschule zugestimmt haben.). Weiters wissen nur einige Gemeinderäte, wieviele Handymasten es in Gablitz gibt und wo die stehen. Es sind übrigens 8 Handymasten in Gablitz und 2 davon im Ortszentrum (A1, T-Mobile). Von der ÖVP erwartet sich der Sprecher der Bürgerinitiative Gablitz nichts, da die ÖVP mit ihrer absoluten Mehrheit in Gablitz schon in den letzten 5 jahren keinerlei Verbesserungen zustande gebracht hat. Vielmehr sorgte die ÖVP dafür, dass beim "Runden Tisch Mobilfunk" in Gablitz die Bürgerinitiative nicht teilnehmen durfte !!! Auffallend war, dass sich nun in dieser Gemeinderatssitzung GGR Michael Czech (ÖVP) doch für eine Erörterung von Verbesserungsmöglichkeiten zum Thema Handymasten in Gablitz aussprach, während der Umweltgemeinderat DI Bernhard Haas (ÖVP) und Bürgermeister Andreas Jelinek (ÖVP) eisern schwiegen.
   Resümee: ÖVP, SPÖ und Grüne stimmten in dieser Gemeinderatssitzung dafür, neue Messungen beim Amt der NÖ-Landesregierung zu beauftragen und stimmten weiters dafür, dass sich der Infrastrukturausschuß der Gemeinde Gablitz um Verbesserungsmöglichkeiten in Bezug auf Mobilfunkstrahlung befaßt. Mag. Robert Marschall, Sprecher der Bürgerinitiative Gablitz, ist dazu ausdrücklich eingeladen!
 
 

10. Mai 2008: Die Baudirektion des Landes NÖ führte am 14.12.2007 Strahlungsmessungen im Mobilfunkbereich in Gablitz durch. Die Messpunkte wurden von der Gemeinde Gablitz festgelegt. Jetzt sind die Messergebnisse bekannt:

Messort / Messergebnis:
Anton Haglgasse:  2408 Mikrowatt je Quadratmeter (µW/m2)
Gemeindeamt Gablitz:    458 Mikrowatt je Quadratmeter (µW/m2)
Kindergarten :     403 Mikrowatt je Quadratmeter (µW/m2)
Volksschule:     135 Mikrowatt je Quadratmeter (µW/m2)
Kreuzung Hauptstraße / Linzerstraße:       83 Mikrowatt je Quadratmeter (µW/m2)

Unter Punkt 4. schreibt Dr. Hans Peter Hutter in seiner Medizinischen Beurteilung vom März 2008:
“Aus umwelthygienischer Sicht ist für die erwähnten Expositionsbedingungen die Anwen-dung von Minimierungsstrategien indiziert. Aus Vorsorgegründen wird daher ein Zielwert für die Planung bzw. Errichtung von Basisstationen im Bereich von 1 mW/m2 herangezogen, der nach dem heutigen Stand des Wissen auch langfristige Wirkungen berücksichtigt … Die Messergebnisse am Immissionspunkt 5 Anton Haglgasse im Freien zeigten seine Leistungs-flussdichte von 2,4 mW/m2. Dieser Wert stellt aus unserer Sicht einen vergleichsweise höheren Immissionswert dar, der – wie schon bei des Messpunktes vermutet – durch die Position zur Antenne erklärbar ist.“
 

12.11.2007: Schreiben von Frau Landesrat Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) an die BIG
Dabei informiert Frau Landesrat die Bürgerinitiative Gablitz darüber, dass die Causa "Handymast neben der Volksschule Gablitz" an die zuständige Fachabteilung beim Amt der NÖ-Landesregierung (Anm. das ist die NÖ Umweltanwaltschaft)  zur wohlwollenden Prüfung weitergeleitet wurde.  => siehe Brief von Frau LR Mikl-Leitner
Anmerkung: Die NÖ Umweltanwaltschaft hat bisher nichts zu Gunsten der Gablitzer Bevölkerung erreicht. Sie dürfte sogar der Aufstockung des Handymasts neben der Volksschule mit zusätzlichen Sendeanlagen zugestimmt haben. Abwarten. Vielleicht passiert jetzt etwas. Hoffen darf man ja.
 

18.10.2007: Treffen mit Frau Landesrat Mikl-Leitner (ÖVP) in Gablitz
Am Rande der Eröffnung des neuen Polizei-Dienststelle in Gablitz gab es ein Gespräch zwischen Mag. Robert Marschall und Frau Landesrat Mikl-Leitner. Befragt zum mehrfach mit Mobilfunkantennen bestückten Handymast neben der Gablitz Volksschule, sagt Sie zu, sich dieses Themas in 2 Wochen anzunehmen.
 

29.10.2007: Gespräch mit dem neuen Gablitzer ÖVP-Bürgermeister
Der neue Bürgermeister der ÖVP in Gablitz - Andreas Jelinek - ist seit ca 4 Monate im Amt. Also war es an der Zeit, dass die Bürgerinitiative Gablitz (BIG) in besuchte. Anwesend: Mag. Robert Marschall (1. Sprecher), Isabella Kantner (3. Sprecherin) und ihr Mann. Andreas Jelinek verspricht sich das Problem der Handymasten im Zentrum - und somit in ca 100 Meter Entfernung von der Volksschule - anzuschauen. Ein Folgetreffen wrid es in ca 3 Monaten geben.
 

24.6.2006: Runder Tisch Mobilfunk
Es fand ein Runder Tisch Mobilfunk über die Standortwahl von zusätzlichen Handymasten in Gablitz (Höbersbach) im Gemeindeamt statt. Teilnehmer waren die Mobilfunkbetreiber, zwei Vertreter der Landesregierung, ÖVP, SPÖ, Grüne. Die Bürgerinitiative Gablitz war nicht eingeladen. Das ist der mit absulter Überheblichkeit regierenden ÖVP zu "verdanken".
 

7. 4.2006: Die BIG erhält Messprotokoll vom Amt der NÖ Landesregierung
Kein Witz. Das Messprotokoll des Amtes der NÖ Landesregierung zu der Messung am 17.11.2005 wurde der BIG über den Umweg der NÖ Umweltanwaltschaft mehr als 4 Monaten nach der erfolgten Messung zugesandt. Dieses Messergebnis wird im Amtsblatt Nr. 2/2006 der Gemeinde Gablitz als "Gutachten" bezeichnet. Laut diesem "Gutachten" gäbe es an den drei Messpunkten nur eine sehr geringe Strahlungsbelastung und zwar zwischen 5,8 und 17 Mikrowatt je Quadratmeter.

Reaktion BIG:
* Der Messpunkt in der Schule könnte stimmen, jedoch dürfte nicht der Ort mit der höchsten Strahlungsbelastung (im Hort) gemessen worden sein, sondern es dürfte hinter der sehr gut abschirmenden Glasscheibe im Stiegenhaus gemessen worden sein. Im Stiegenhaus halten sich die Kinder am wenigsten auf. Ein solcher Messpunkt ist daher wenig relevant.
* Warum nicht vor der Kirche, beim Gemeindeamt, in der Anton Haglgasse oder in der Mozartgasse gemessen wurde bleibt ein Rätsel. Messungen der Firma TriCoTel Telekom GmbH haben dort die Höchstwerte für Gablitz ergeben. Wollte man dort bewußt nicht messen?
 

* 9.2.2006: Die BIG erhält nach 3 Wochen ein Antwort-Schreiben von der NÖ- Umweltanwaltschaft auf ihr Aufforderungsschreiben. Dabei forderten wir die NÖ- Umweltanwaltschaft auf, uns die Messprotokolle zu den Messungen vom 17. Nov. 2005 im Gablitzer Ortsgebiet herauszugeben. In ihrem Schreiben vom 9.2.2006 verweist uns der Leiter der NÖ Umweltanwaltschaft, Dr. Harald Rossmann, auf die Gemeinde Gablitz, die in den nächsten Tagen die Messergebnisse weitergeleitet bekommen werden. Für Gablitzer Bürger ist die NÖ-Umweltanwaltschaft unter der Telefonnummer 02742-9005-12972 von 8:00 - 12:00 Uhr und 16:00-18:00 Uhr erreichbar. => Klick zum Schreiben des NÖ-Umweltanwaltes Dr Rossmann (ca. 150 kB).

* 31.01.2006: BIG bringt eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission wegen Nicht-umsetzung des Art. 174 EG Vertrages (Vorsorgeprinzip) ein
21.12.05: R. Marschall (BIG) - Fr. Abg. zum NR Mag Karin Hakl, G. Bartos (BIG)* 21.12.2005: BIG mit 8 Strahlungsopfer im Parlamentsklub der ÖVP (siehe Foto)
* 15.12.2005: Besprechung mit GR Heissig (ÖVP): Resümee der Bürgerversammlung
* 11.11.2005: Besprechung mit dem Bürgermeister Gerhard Jonas (ÖVP)
* 12.10.2005: Besprechung mit GR Heissig (ÖVP), Technischen Experten, GR Rott (SPÖ).
* 11.10.2005: Besprechung mit der SPÖ Gablitz
* 03.10.2005: Treffen mit dem Volksschuldirektor
* 23.09.2005: Gründung der Bürgerinitiative Gablitz (BIG)
 

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9. Schreiben der Bürgerinitiative Gablitz (BIG) an Gemeinderäte von Gablitz:

* 26. April 2007: BIG informiert vor der Gemeinderatssitzung die Gablitzer Gemeinderäte darüber, dass Ausfrüstungsarbeiten am Handymast Gewerbehof neben der Volksschule im Gange sind. Es sollen zusätzliche UMTS Antennen montiert werden. => Flugblatt an die Gablitzer Gemeinderäte vom 26. April 2007 (Die neuen UMTS-Antennen wurden dann 2 Tage später montiert !) Siehe auch Bild rechts: Der Handymast wurde verlängert und in der Mitte kamen die neuen UMTS Sender dazu.

* BIG übermittelt ein Aufforderungsscheiben an den Bürgermeister Jonas (ÖVP). Dabei wird die Offenlegung der Messprotokolle der NÖ-Umweltanwaltschaft betreffend der Mobilfunkstrahlung in Gablitz eingefordert. Immerhin hat die NÖ-Umweltanwaltschaft am 17.11.2005 für die Gemeinde Gablitz diese Messungen durchgeführt und die Messungen liegen somit schon mehr als 6 Wochen zurück => Schreiben vom 2.1.2006

* GR Heissig (ÖVP) antwortet am 5.10.2005 der BIG und schlägt ein Treffen mit der BIG vor. Ziel ist es, bei einer ausreichenden Anzahl von Punkten soweit zu einer Einigung zu kommen, dass diese auch eine gemeinsame Vorgangsweise erlaubt. Dieses Treffen wurde am 12.10.2005 abgehalten => siehe Protokoll.

* Stellungnahme der BIG zum Artikel von GR Heissig (ÖVP) im Gablitz Volksblatt 03/2005:
Schreiben der BIG vom 27. Sept. 2005 an GR Gerald Heissig;
Kopie an alle anderen Parteien im Gablitzer Gemeinderat versandt.

* Benachrichtigung vom 26. Sept. 2005 über die Gründung der Bürgerinitiative Gablitz (BIG): An
Bürgermeister Jonas (ÖVP); Vize-bürgermeister Neumayer (SPÖ), GR DI Lamers (Grüne), GR Dr. Stockenhuber (1. Gablitzer Bürgerpartei)
 

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10. Presseaussendungen der Bürgerinitiative Gablitz:

* Information an die Gablitzer Bevölkerung vom 14. Mai 2007: ÖVP und SPÖ stimmten für die neuen Mobilfunksendeanlagen neben der Volksschule Gablitz. Die Gemeinde Gablitz wird mit den Mobilfunksendern (Mobilkom + Hutchison) neben der Gablitzer Volksschule geplanter Weise 200.000 Euro (= 2,7 Millionen Schilling) in 20 Jahren in Summe verdienen. Quelle: das uns am 7. Mai 2007 zugänglich gemachte Gemeinderatsprotokoll vom 27. Juli 2006: Deckblatt + Beschluss von ÖVP und SPÖ

* Information an die Gablitzer Bevölkerung vom 30. April 2007: Die neuen UMTS Antennen wurden montiert
* Presseaussendung der BIG vom 7.12.2006: Replik zum NÖN Artikel vom 6.12.2006 über Purkersdorf
* Presseaussendung der BIG vom 10.11.2006: Purkersdorf: Mobilfunker sind gegen Österreichische Ärztekammer
* Presseaussendung der BIG vom 21. 9.2006: 1 Jahr Bürgerinitiative Gablitz – was bisher geschah
* Presseaussendung der BIG vom 7.7.2006: Offener Brief an Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, wegen den zwei neuen Handymasten in Gablitz
* Presseaussendung der BIG vom 7.2.2006: Stellungnahme zur Presseaussendung des Forum Mobilkommunikation vom 3.2.2006 betreffend der neuen ÖNORM E 8850
* Leserbrief für die Gablitzer Gemeindepost: (Erschienen Mitte Dez. 2005)
* Presseaussendung BIG vom 12.12.2005: Soll die NÖ-Handymastensteuer abgeschafft werden oder nicht?
* Presseaussendung BIG vom 18.11.2005: Ergebnisse der Bürgerversammlung vom 17.11.2005
* Presseaussendung BIG vom 17.11.2005: Neue Handymasten in den Ortsteilen Höbersbach und Laaben geplant
Bürgerversammlung in Gablitz zum Thema Handymasten* Presseaussendung BIG vom 4.11.2005: Endergebnis 331 Unterschriften; Aviso Bürgerversammlung
* Presseaussendung BIG vom 21.10.2005: Bereits über 200 Unterschriften gesammelt
* Presseaussendung BIG vom 10.10.2005: Hälfte des Unterschriftenzieles erreicht
* Presseaussendung BIG vom 3.10.2005: "Alter" Sendemast am GH Stadelmaier abmontiert
* Presseaussendung BIG vom 29.09.2005: Über die Gründung und Ziele

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11. Presseartikel zum Thema:

Pressemeldungen über die Bürgerinitiative:

Gablitzer Gemeindepost (SPÖ) 2009-04* Gablitzer Gemeindepost 4/2009 (SPÖ) 19.12.2009, Seite 8
"... Handymastenfreies Wohngebiet: Da im Frühjahr 2010 die geplanten Wohnungen hinter dem Gewerbehof gebaut werden sollen, sind wir (Erg. SPÖ-Gablitz) der Meinung, dass es nun dringend notwendig ist, den auf dem Gelände stehenden Handymast zu entfernen. Niemand will wirklich neben einer Sendeanlage wohnen!  ... Darum fordern wir, dass alle Anlagen aus dem Gablitzer Wohngebiet verlegt werden. Damit wäre jedenfalls ein sicherer Abstand der Sender zu unseren Kindern in Volksschule und Hort gegeben. .."
=> ganzer Artikel handymastenfreies Wohngebiet
 
 
 

* NÖN Purkersdorf: Woche 18/2007 (3. Mai 2007): "Verstrahlter" Gewerbehof?
Handymasten-Debatte / Dass die bereits bestehenden Handymasten nun noch weiter ausgebaut werden sollen, erregt so manches Gemüt in der Gablitzer Bevölkerung.

In den letzten Tagen - genauer am 16. und am 25 April - haben die Aufrüstungsarbeiten des Handymastes im Gablitzer Zentrum begonnen. Konkret werden am Handymast "Gewerbehof" (Eigentümer ist die GEmeinde Gablitz) neue Mobilfunkantennen der Firma Hutchison "3" installiert. "Dadurch wird die Strahlungsbelastung im Wohngebiet "Zentrum" und in der Volksschule, die laut dem Niederösterreichischen Mobilfunkpakt 2005 eine sensible one ist, weiter steiegn, sobald die Antennen eingeschaltet sind", erklärt Mag. Marschall. ..."

Den ganzen Artikel der NÖN lesen => Klick
 
 

* Gablitzer Gemeindepost 2/2006 (SPÖ) Juli 2006, Seite 5
"...Der Mobilfunkbetreiber Mobikom (A1) plante die Errichtung eines Handymastes auf Bundesforstgrund - 90 m entfernt von der Einmündung Eitlergasse in die Hauersteigstraße. Sie betonten, dass dies der einzig mögliche Standort für eine flächendeckende Versorgung des Hauersteigs sei, hatten aber keine Unterlagen mit, die diese Aussage rechtfertigen würden... Auf Grund meines Nachtrichtentechnikstudiums konnte ich schlüssig widerlegen, dass eine von uns Sozialdemokraten geforderte Verlegung um weitere 100m hangaufwärts keinerlei Verschlechterung mit sich bringt. Dieser Meinung schloss sich auch der technische Sachverständige der Landesregierung an. Weiters will der Mobilfunkbetreiber T-Mobile in Höbersbach nahe der Schamangasse - nur 60m von den Häusern entfernt - einen Handymasten errichten. ...Ich ersuchte ihn, man möge seites T-Mobile zumindest 100m weiter in den Wald rücken. ... Mittlerweile hat die Gemeinde von den Betreibern die Zusage, dass die beiden Handymasten an den von mir genannten Standorten errichtet wird! ...Da die Bevölkerung durch die in der Vergangenheit errichteten Sendeanlagen sensibilisiert wurde, ist es uns Sozialdemokraten eingroßes Anliegen, die unbedingt nötigen Handymasten schonend in unser Ortsbild einzufügen und gleichzeitig die Entfernung zu den Anrainern so groß als möglich zu halten. ..."
GR Ing. Wolfgang Rott (SPÖ)

Anmerkung der BIG: Prinzipiell begrüßen wir, dass die Handymasten möglichst weit vom Siedlungsgebiet entfernt errichtet werden. Wir bestreiten allerdings, dass diese zwei zusätzlichen Handymasten zum Telefonieren unbedingt notwendig sind. Wie man die bestehenden Handymasten aus dem Ortszentrum wegbekommt, wurde offensichtlich nicht diskutiert. Wußten Sie, dass die Mobilfunkfirmen 11 Mobilfunknetze parallel und flächendeckend über Österreich aufbauen wollen (2x GSM 900, 4x DCS-1800, 5x UMTS) ?
 

* Gablitzer Volksblatt 2/2006 (ÖVP) vom 3. Juli 2006, Seite 2
"...Nachdem es schon einige Zeit bei der Aufstellung von Funkmasten im Bereich Hauersteig und Höbersbach zwischen der Gemeinde Gablitz und den Betreibern zu keiner Einigung gekommen war, habe ich den  zuständigen Referenten von LH Pröll um ein Gespräch ersucht. Innerhalb kurzer Zeit gab es am 24. Mai 2006 ein Zusammentreffen mit allen Beteiligten. Im Wesentlichen ging es darum, dass die Funkmasten soweit als möglich von den Siedlungen abrücken und tiefer in den Wald aufgestellt werden ... Darüber wird bei den Betreiber beraten und die Gemeinde Gablitz in etwa 4 Wochen in Kenntnis gesetzt ... Ihr Bürgermeister Gerhard Jonas" (ÖVP)

Anmerkung der BIG: Immerhin werden die neuen Handymasten nicht wieder im Siedlungsgebiet errichtet. Frage bleibt aber, wozu überhaupt noch neue Handymasten errichtet werden. Damit man auf fünf verschiedenen UMTS Netzen im Biosphärenpark Internetsurfen kann? Dafür riskieren wir unsere Gesundheit? Zum Telefonieren benötigen wir jedenfalls keine neuen Sendestationen. Weiters dürfte bei den Verhandlungen überhaupt nicht auf das bestehende Strahlungsproblem im Siedlungsgebiet - insbesondere im Zentrum mit der höchsten Bevölkerungsdichte und der Volksschule - eingegangen worden sein. Allgemeine Frage: Warum darf die Bevölkerung bei den Verhandlungen nicht dabei sein und warum wird nicht einmal ein Protokoll des Zusammentreffens veröffentlicht?
 

* NÖN Purkersdorf: Woche 23/2006: Mitsprache bei Mobilfunk
"Vor 14 Tagen gab es einen Runden Tisch zumThema Mobilfunk. Vertreter der verschiedenen Mobilfunkbetreiber, Experten des Landes sowie die Parteienvertreter der Gablitzer Fraktionen - außer der 1. Gablitzer Bürgerpartei - waren dabei anwesend. Diskutiert wurde hauptsächlich über Standorte für Handymasten. Von Seiten der Bevölkerung wird ja gewünscht, sämtliche Masten aus dem Siedlungsgebiet zu entfernen. Die (Anmerkung: neuen) Sendemasten werden  laut Jonas in Zukunft im Wald aufgestellt. Ausverhandelt wurde, dass Sendemasten noch um weitere 100 Meter vom Siedlungsgebiet entfernt stehen müssen. ... Mag. Robert Marschall: "Der Beitritt (Anmerkung: zum Mobilfunkpakt) bringt nichts, außer einer Gewissensberuhigung. Für die Bevölkerung ist wichtig, dass die Strahlungsintensität weniger wird. Es sind keine Grenzwerte enthalten und einen Rechtsanspruch hat der Anrainer ebenfalls keinen".

Anmerkung der BIG: Im Mobilfunkpakt Niedeösterreich vom 28.10.2005 wird Anrainern und Bürgerinitiativen kein Anwesenheits- und auch keine Mitsprachemöglichkeit bei Verhandlungen der Gemeinde mit den Mobilfunkfirmen gegeben. Tatsächlich dürfte es in Gablitz Verhandlungen mit den Mobilfunkfirmen unter Ausschluß der Öffentlichkeit gegeben haben. Ein Protokoll der wurde bis dato ebenfalls nicht veröffentlicht. Wie viele neue Handymasten in Gablitz errichtet werden sollen und wo diese stehen werden bleibt vorerst "geheim". Das große Strahlungsproblem mit den zwei Handymasten im Ortszentrum dürfte beim Runden Tisch mit den Mobilfunkfirmen gar nicht angesprochen worden sein.
 

* Gablitzer Volksblatt (ÖVP) Nr.4/2005 vom 23.12.2005
"...Grundsätzlich wurde bei der am gleichen Tag von den Experten der NÖ Landesregierung durchgeführten Strahlungsmessung bei der Volksschule und in Hochbuch festgestellt, dass Gablitz mit 0,02 mW/m2, weit unter dem Vorsorgewert von Wien mit 1mW/m2 liegt. ...Wir liegen damit auf der sicheren Seite..." Bürgermeister Gerhard Jonas

Anmerkung der BIG:
- Die Messungen der NÖ Ummweltanwaltschaft fanden im Stiegenhaus der Schule statt! Die BIG hatte Messungen im Hort der Schule vorgeschlagen, da sich dort die Kinder über einen längeren Zeitraum aufhalten und bereits Werte von 380 Mikrowatt je Quadratmeter gemessen wurden (16.6.2005).
- Weiters sind die Messprotokolle der NÖ Umweltanwaltschaft bis jetzt nicht öffentlich zugänglich. Immerhin wurden die Messungen aus öffentlichen Steuermittel finanziert. Dies bedeutet einen starken Vertrauensverlust in diese Institution. Wo bleibt die Transparenz. Ist da etwas zu verbergen?
- Die bekannten Hot-spots in Gablitz - Anton Haglgasse und Mozartgasse - wurden nicht gemessen. Der Messpunkt Anton Haglgasse / Kurzgasse war mit GR Gerald Heissig (ÖVP) vereinbart. Wahrscheinlich wäre das Ergebnis nicht wünschenswert gewesen.
- Der Bürgermeister Jonas suggeriert mit seiner Aussage "Wir liegen damit auf der sicheren Seite", dass aufgrund der zwei Messungen der NÖ Umweltanwaltschaft in Gablitz, kein Handlungsbedarf in Bezug auf die Mobilfunkstrahlung besteht. Offensichtlich geht er davon aus, dass das Stiegenhaus der Volksschule und ein Messpunkt beim Wald in Höbersbach die Punkte mit der höchsten Strahlungsbelastung in Gablitz gemessen wurden. Dem ist leider nicht so. Das kann man durch Messungen leicht nachweisen. Insoferne sind seine Aussagen irreführend.
- Es ist darauf hinzuweisen, dass selbst bei Heranziehung der Messwerte der NÖ Umweltanwaltschaft der Messwert im Stiegenhaus der Volksschule den derzeitigen Salzburger Vorsorgewert um das 20-fache überschritten hat (20 µW/m2 statt 1 µW/m2) !!!  Offensichtlich werden die Salzburger besser geschützt als die Gablitzer :-(
 

* Gablitzer Gemeindeblatt (SPÖ) Nr. 3/2005 vom Dez. 2005, S 16 und S 17:
   - Artikel: Mobilfunk - Segen oder Gefahr? von Markus Richter
"...Dennoch sollten wir Zusatzrisiken, die unseren Organismus belasten könnten, verringern und auch die längst gewohnten Annehmlichkeiten kritisch hinterfragen. Ängeste und Sorgen aus der Bevölkerung sollten nicht einfach mit technischen Argumenten wegdiskutiert werden, denn was heute als unbedenklich gilt, ist vielleicht morgen schon verboten. ..."
   - Leserbrief der Bürgerinitiative Gablitz => Link
   - Artikel vom GR Johannes Hlavaty jun. (SPÖ)
"...es sicher besser wäre, die Masten in Schulnähe weg zu bekommen, was aber kaum oder schwer möglich sein wird..."
 
 

* NÖN-Purkersdorf vom 23.11.2005: S21: "Handygespräche reduzieren"
DI Dr. Hans-Peter Hutter: "...Weiters wies er darauf hin, dass man in diesem Fall das Vorsorgeprinzip anwenden und die Anwendung von Funktelefonen auf ein Minimum reduzieren sollte. Dieser Empfehlung schloss sich auch der Bürgermeister Jonas in seiner Überleitung zur Diskussion an. ..."Mag. Robert Marschall (BIG) stellte den Experten kritische Fragen zum brisanten Thema".

* Der Standard - online vom 22.11.2003: Bürgerinitiative Gablitz will Handystrahlung im Wohngebiet verringern => Link

* NÖN-Purkersdorf vom 19.10.2005: S. 25: Jonas: "Werde neue Masten verhindern!"
"... Laut Jonas wurden in Gablitz aber im vergangenen Jahr bereits zwei Sendemasten erfolgreich verhindert. Beide Anträge wurden nach Verhandlungsgesprächen von Seiten der Gemeinde abgelehnt. ..." (Red: Der Bürgermeister kann also sehr wohl Sendemasten ablehnen. Er soll dies auch für bestehende Masten im Ortszentrum tun.)

* NÖN-Purkersdorf vom 19.10.2005: S. 25: Leserbrief Erwin W. Haas
"...Der Abriss des alten Mastes ist daher auf Grund des Vertrages mit T-Mobile und nicht auf einen "Erfolg" der Bürgerinitiative zurückzuführen. ..."

* NÖN-Purkersdorf vom 19.10.2005: S. 25: Leserbrief Matthias Hinner JVP Gablitz
"...Die Initiative verlangt eine Reduktion der Strahlungsbelastung auf ein Hundertstel, ohne dabei irgendwelche Werte anzuführen. ..." (Red.: Die BIG fordert eine Reduktion der Strahlungsbelastung auf unter 10 Mikrowatt je Quadratmeter im Freien. Diesen Wert symbolisiert auch unser Logo, dass auf allen Schreiben der BIG und auf der Website enthalten ist.)

* NÖN-Purkersdorf vom 12.10.2005: S. 24: Alter Sendemast ist endgültig weg

* NÖN-Purkersdorf vom 5.10.2005 S.18: "BIG - Bürger nehmen Kampf gegen Handystrahlung auf"

* Omega-news vom 29.09.2005: Über die Gründung der Bürgerinitiative Gablitz

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Pressemeldungen über Umweltschutz in der Gemeinde Gablitz:
(Bild rechts mit Klick vergrößern)

Amtsblatt der Gemeinde Gablitz Nr. 2 Mai / Juni 2008 Seite 13:

"Mobilfunk in Gablitz - kein Gesundheitsrisiko
Im Auftrag der NÖ Umweltanwaltschaft wurden Messeregbnisse des Mobilfunks in Gablitz medizinisch beurteilt. Die AGU (Ärztinnen und Ärzte für eine gesunde Umwelt) kommt in ihrem Gutachten vom März 2008 zu dem Ergebnis, dass nach dem derzeitigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis bei den gemessenen Immissionen auch bei langfristiger Exposition EIN GESUNDHEITSRISIKO AUSZUSCHLIESSEN IST.

Das erwähnte Gutachten ist zu umfangreich, um es hier wiederzugeben. Alle interessierten Bürger können das Gutachten im Gemeindeamt einsehen", so die Verlautbarung im Amtsblatt.
 
 

Reaktion BIG:

1) Was im Gutachten Dr. Hans Peter Hutter von AGU drinnen steht?
Das angesprochene Gutachten hat 5 Seiten und ist hier nachzulesen: AGU Umweltmedizinisches Gutachten 2008/03 von DI Dr. Hans Peter Hutter
 

2) Die Messergebnisse des Landes NÖ vom 14.12.2007
Auf diesen Messungen baut das "Gutachten" von AGU (Dr. Hans Peter Hutter) auf.
 
Messort Messergebnis:
Anton Haglgasse:    2408 Mikrowatt je Quadratmeter (µW/m2)
Gemeindeamt Gablitz:      458 Mikrowatt je Quadratmeter (µW/m2)
Kindergarten :      403 Mikrowatt je Quadratmeter (µW/m2)
Volksschule:      135 Mikrowatt je Quadratmeter (µW/m2)
Kreuzung Hauptstraße / Linzerstraße:        83 Mikrowatt je Quadratmeter (µW/m2)

 

3) Bewertung durch die BIG
* Prinzipiell ist es gut, dass es laufende Messungen durch das Amt der NÖ Landesregierung in Gablitz gibt
* Die Bürgerinitiative Gablitz durfte aber weder bei der Standortauswahl der Messpunkte mitentscheiden, noch gleichzeitige Parallelmessungen durchführen. Insofern können wir die Messergebnisse nicht bestätigen. Zur Erinnerung: bei den ersten Messungen des Landes NÖ am 17.11.2005 in Gablitz durften wir auch nicht bei der Standortauswahl mitentscheiden und auch keine Kontrollmessungen durchführen.
* Obwohl wir in Gablitz schon wesentlich höhere Werte gemessen haben, so sind auch die vorliegenden Messwerte für uns beunruhigend genug. Selbst Dr. Hans Peter Hutter schreibt unter Punkt 4, dass aus Vorsorgegründen ein Zielwert von 1 Milliwatt je Quadratmeter  (mW/m2), das sind 1000 Mikrowatt je Quadratmeter (µW/m2), heranzuziehen sei. Der Messwert in der Anton Haglgasse übersteigt mit 2408 Mikrowatt je Quadratmeter den von ihn genannten Zielwert also um das 2,4-fache. Wieso er bei den gemessenen Immissionen aus seiner Sicht auch bei langfristiger Exposition ein Gesundheitsrisiko ausschließen kann, ist für uns nicht nachvollziehbar.
* Dr. Hans Peter Hutter gab zwar den "Salzburger Vorsorgewert 2002 NEU im Freien" mit 10 Mikrowatt je Quadratmeter auf Seite 4 an, ließ diesen "Salzburger Vorsorgewert 2002 NEU" in seiner Beurteilung dann aber unerwähnt. Der von der NÖ Baudirektion gemessene Wert 2002  in der Anton Haglgasse übersteigt den neuen Salzburger Vorsorgewert sogar um 240-fache!
* In Purkersdorf - Gymnasium Herrengasse empfiehlt der gleiche "Gutachter" Dr. Hans Peter Hutter eine maximale Immissionsbelastung von 1 mW/m2 (= 1000 Mikrowatt je
Quadratmeter) als absolute Obergrenze. Diese sei beim Gymnasium Herrengasse mit 0,98 mW/m2 (= 980 µW/m2) erreicht. "Eine weitere Steigerung der Belastung Gymnasium Herrengasse 4 ist aus vorsorgemedizinischer Sicht zu vermeiden" (Zitat aus der AGU Hutter Gutachten August 2002)
* Keineswegs werden nur im freien Strahlungswerte von über 1 Milliwatt je Quadratmeter in Gablitz gemessen. Eigene Messungen ergaben dies auch in Wohnungen. Wir laden das Land NÖ gerne zu Messungen ein.
* Die AGU „Ärztinnen und Ärzte für eine gesunde Umwelt“ hat unserer Information nach keinen Gutachterstatus. Insofern wurde die Bevölkerung von Gablitz falsch informiert.
* Forderung 1 der BIG: Die NÖ Umweltanwaltschaft bzw. das Land NÖ soll offen legen, wie viel Geld an Dr. Hans Peter Hutter bzw. der Organisation „Ärztinnen und Ärzte für eine gesunde Umwelt“ für die „Beurteilung“ in Gablitz vom März 2008 bezahlt wurden und wie viel bei anderen „Aufträgen“ für andere Gemeinden bezahlt wurde.
* Forderung 2 der BIG: Die Gemeinde Gablitz möge die Stellungnahme der Österreichischen Ärztekammer zu den von der Baudirektion des Landes NÖ gemessenen Werte anfordern.

Das Thema Mobilfunkstrahlung hat dankenswerter Weise auch die äußerst engagierte Gablitzin Frau Sylvia Krasel aufgegriffen.
Ihr Beitrag: Mobilfunk: Das Kreuz mit den Grenzwerten
 

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Amtsblatt der Gemeinde Gablitz Nr. 2/2006:

"Messungen des elektromagnetischen Feldes in Gablitz:
Unmittelbar vor der Bürgerversammlung "Auswirkungen von Sendemasten, Handys und anderen Elektrogeräten" wurde vom Land NÖ, Abt. Bau- und Anlagetechnik, an folgenden Standorten Messungen durchgeführt:
* Volksschule Ferdinand-Ebner-Gasse 6
* Kinderspielplatz gegenüber der Volksschule
* Lessinggasse 72-74, Parkplatz

Das Gutachten hat ergeben, dass die Messwerte unter den Richtwerten nach ÖNORM S 1120 und unter dem als "Wiener Resolution" bezeichneten Vorsorgewert liegen."

Reaktion BIG:
* die hier als ÖNORM bezeichnete Vornorm ist eben eine Vornorm zur ÖNORM, aber keine rechtverbindliche Norm - so wie es der Anschein erweckt. Diese Norm wurde vom privaten Verein Österreichisches Normungsinstitut heraudsgegeben. Mitglieder dieses Vereins ist unter anderem die Wirtschaftskammer !
* die S 1120 Norm legt die Richtwerte bei 9.000.000 Mikrowatt je Quadratmeter fest.
Die Wiener Resolution bei 1.000 Mikrowatt je Quadratmter.
Der Salzburger Vorsorgewert 2002 legt 10 Mikrowatt je Quadratmeter als Obergrenze fest (leider nur in Salzburg). Jedenfalls wird in Gablitz der Salzburger Vorsorgewert 2002 beim Kinderspielplatz überschritten. Dies wird im Amtsblatt Nr. 2/2006 verschwiegen.
* Das Amtsblatt Nr 2/2006 verschweigt, wie hoch nun die tatsächlichen Messwerte im Gutachten waren. Wo bleibt da die Transparenz? Was will der Bürgermeister damit bezwecken?

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Umweltschutz "Neu": Jetzt wird angepackt (NÖN-Purkersdorf vom 19.9.2005; Seite 18)
"...Seit Jahren bildet das Thema Hundehaltung in Gablitz wie auch anderswo einen Konfliktherd: Hier soll der Ausgleich zwischen Tierhaltern und jenen Bürgern geschafft werden, die es leid sind, Hundstrümmerl vor ihrer Haustüre oder Grünfläche wegräumen zu müssen. Hier schwebt Cech (erg. Umweltgemeindrat der Gemeinde Gablitz von der ÖVP) eine Lösung vor, die er in vielen amerikanischen Städten in diesem Sommer beobachten konnte. Dort ist es für jeden Hundehalter selbstverständlich, beim Ausgehen ein Plastiksackerl mit sich zu führen, mit dem dem sämtliche "Überbleibsel" entsorgt werden."
Weitere Schwerpunkte des Umweltgemeinderates Cech (ÖVP): Lärmerregung durch Mäher und Gartenmaschinen; Verkehrsberuhigung und -sicherheit; eine neue Umweltschutzverordnung.

Meinung der BIG: Leider fehlt das Thema "Handymast"/Mobilfunkstrahlung in diesem Arbeitsprogramm des Umweltgemeinderates Cech (ÖVP). Nicht wichtig genug?

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12. Stellungnahmen von Gablitzern:

Ich wohne seit 10 Jahren mit meinem Mann in Gablitz. Wir haben einen Sohn mit 6 Jahren, der zur Zeit die erste Klasse der Volksschule in Gablitz besucht. Seit längerer Zeit bin ich bei den verschiedensten Ärzten gewesen, um meinen Kopfschmerzen sowie meinen Schlafstörungen auf den Grund zu gehen. Auch mein Sohn klagt manchmal über Kopfschmerzen und ist sehr nervös. Vor einem Monat haben wir das  Kinderzimmer  Abschirmungsmaßnahmen (2 Außenwände + Fenster) vorgenommen. Die Messwerte haben sich stark verringert. Unser Sohn ist ruhiger geworden, benutzt sein Kinderzimmer viel öfter und verbringt dort auch viel Zeit alleine. Das wäre früher undenkbar gewesen. Mein allergrößtes Anliegen ist, die Handymasten neben der Volksschule abzumontieren, da dort die Gesundheit aller unserer Kinder gefährdet sein könnte. Wir haben Filmmaterial von Ärzten gesehen, die die Schäden der Mobilfunkstrahlung  von Handys bzw. Handymasten zeigen. Meiner Meinung wäre es auch zwingend notwendig, in der Volksschule ein Handyverbot einzuführen. Weiters gehören die Handymaste an den Ortsrand und nicht in die Nähe von Schule und Kindergärten. Ich will das Handy nicht aus unserem Leben verbannen. Es sollte aber auch auf die Zukunft und Gesundheit unserer Kinder Rücksicht genommen werden. Denn die Folgeschäden in den nächsten Jahren könnten verheerende Folgen haben. Den Kindern können wir ein gutes Beispiel geben, wenn wir zuerst den Kopf einschalten und nur wenn es nötig ist auch das Handy.
Frau Isabella Kantner, Gablitz am 29. Sept. 2005
(Anrainerin; Zwei Handymasten in ca. 100 Meter Entfernung)

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"Mir geht es um die gesundheitlichen Gründe. Ich verstehe nicht, wie Herr Haas das machen konnte, wo er doch auch einen Gastbetrieb hat. Er hat sogar mehr Betten als wir. Ich habe überall bei Behörden angerufen. Keiner hat mir weitergeholfen. Ich will, dass die Masten am GH Stadelmaier abgebaut werden sollten, für immer und ewig. Mir wurde im November 2004 von T-mobile erklärt, es erfolge nur ein Austausch des alten gegen einen neuen Masten. Tatsächlich ist der neue Mast größer als der alte Mast, steht noch näher zu unserem Grundstück und hat auch mehr Antennen. Die haben mir erklärt, dass ein Fernseher mehr strahlt als ein Mast. Dann dürfte ich auch keinen Fernseher verwenden.
Ich meine, man sollte auch an die Zukunft der Kinder und Nachkommen denken."
Frau Margarete Mattis, Gablitz am 28. Sept. 2005
(Eigentümerin der Pension Gablitz; Nachbarin des GH Stadelmaier, wo dzt. 2 Handymasten stehen)

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"In meiner Wohnung messe ich Spitzenwerte von über 1000 Mikrowatt je Quadratmeter (z.B. am 14. Juni 2005 1040 µW/m2 in meinem Schlafzimmer). Solche Werte liegen weit über dem Salzburger Vorsorgewert 2002, der bei 1 Mikrowatt je Quadratmeter in Räumen liegt. Daher habe ich es als notwendig erachtet, als erstes mein Schlafzimmer und mein Büro gegen die Hochfrequenzstrahlung der Mobilfunksender abzuschirmen. Die restlichen Räume werden folgen. Das löst natürlich die Ursache des Problems nicht. Weiters kann ich meinen Balkon und den Garten nicht abschirmen. Da die Strahlung immer mehr wird statt weniger, habe ich beschlossen mit anderen Gablitzern die parteiübergreifende Bürgerinitiative Gablitz zu gründen. Wir glauben über die Bürgerinitiative mehr Aufmerksamkeit für dieses Thema zu erlangen und hoffen somit auch das Problem lösen zu können."
Herr Mag. Robert Marschall, Gablitz am 28. Sept. 2005
(Anrainer; Sprecher der Bürgerinitiative Gablitz)

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"Seit 1972 haben wir Strom auf der Hochramalpe. Wir haben damals für die Erdverkabelung gezahlt. Wir wollten keine Masten wegen der schlechten Optik. Vor ein paar Jahren wollte eine Mobilfunkfirma einen Handymast auf unserem Gasthaus errichten. Wir haben abgelehnt. Wir wollen das nicht auf unserem Haus. Eure Unterschriftenliste könnt ihr gerne bei mir auflegen."
Herr Fredi Maierhofer, Gablitz am 28. Sept. 2005
(Betreiber des Gasthaus Hochramalpe)

Red.: Die Messwerte geben Herrn Maierhofer recht. Am Teich der Hochramalpe wurde am 28.9.2005 zwischen 17:44-17.50 Uhr ein Spitzenwert der Leistungsflussdichte von 1,2µW/m2 von gemessen. Damit liegt die Hochramalpe deutlich unter dem Salzburger Vorsorgewert 2002 von 10µW/m2. Vergleich: In der Anton Haglgasse Ecke Kurzgasse wurden Spitzenwerte bis 5450 µW/m2 am 6.9.2005 gemessen.

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9. Beiträge von Firmen:

* TriCoTel Telekom GmbH: Strahlungsmessungen vom 29.11.2005 (Kupetzsiedlung)
* TriCoTel Telekom GmbH: Strahlungsmessungen vom 19.10.2005 (Gemeinde)
* e2io.com IT-Services GmbH: Offener Brief zur Bürgerversammlung in Gablitz. (Auf Basis eines erweiterten Gesundheitsbewußtsein in der Bevölkerung gibt es zusammenfassend die im offenen Brief beschriebenen Forderungen für Gesetzesänderungen zum Betreiben von Handymasten.)
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10. Stellungnahmen von Bundes- Landes- und Gemeindepolitikern in Österreich:
Klicken Sie bitte auf folgenden Link und lesen Sie den Punkt 4 ! zum Thema Gesundheit

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15. Vorgeschichte zum Thema Handymasten in Gablitz bzw. in Niederösterreich:

Dringlichkeitsanträge der 1. Gablitzer Bürgerpartei im Gemeinderat betreffend der neuen Handymasten in Gablitz vom 27.4.2005 und 16.6.2005. Der Antrag wurde mit mehrheitlichem Beschluß aller Gemeinderäte in den Infrastrukturausschuß zur Bearbeitung verwiesen. Ergebnisse sind derzeit nicht bekannt.

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Unterschriftenaktion gegen neuen Handymast in Volkschulnähe. Mittlerweile gibt es 3 Mobilfunkmasten in einem Umkreis von 120 Meter um die Volksschule. 60 Unterschriften wurden gesammelt und dem Bürgermeister von Gablitz übergeben. Ein zusätzlicher Handymast soll beim Friedhof errichtet werden.
Presseaussendung des IVMK vom 28.04.2005

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Informationsabend der 1. Gablitzer Bürgerpartei
Thema: "Handymasten im Ortszentrum - Information zu Gesundheitsrisiken, Recht und Technik"
12.05.2005, 19:00 Uhr, Gasthaus "Zum Schreiber"

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Schreiben des Landeshauptmanns Dr. Erwin Pröll an Mag Robert Marschall (7. Sept. 2005)
LH Dr. Erwin Pröll: "...Gewinnmaximierung kann nicht der Weg sein, sondern Gewinnoptimierung, nämlich der Einsatz technischer Mittel zum Vorteil und Nutzen der Bevölkerung und möglichst ohne Schädigung von Land und Leuten. ..."

Mag. Robert Marschall hat sich bei Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll für sein Schreiben bedankt und zum Ausdruck gebracht, dass er mich freuen würde, wenn seine Vorbildwirkung auch auf die ÖVP Gemeinderäte in meiner Heimatgemeinde Gablitz (Bezirk Wien-Umgebung) Einfluss hätte. Weiters hat Herr Mag. Marschall eine Impulsveranstaltung mit LH Dr. Erwin Pröll zum Thema Handymasten vorgeschlagen. Dieses Email an LH Dr. Erwin Pröll hat Herr Mag. Marschall fairer Weise auch allen ÖVP Gemeinderäten in Gablitz in Kopie geschickt.

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Hier die eingelangten Antworten von Gablitzer ÖVP Gemeinderäten:

* GR Andreas Jelinek (ÖVP) am 13.09.2005
"...Ich gebe Ihnen insofern Recht, dass auf Kosten der Gesundheit - vor allem derer unserer Kinder - niemand Geschäfte und Profit machen darf. Diese Gefährdung ist aber keineswegs empirisch wirklich bewiesen. ..." Hier das ganze Antwort-Email von GR Andreas Jelinek (ÖVP).
=> Rückantwort zum Email von GR Jelinek: von Mag. Robert Marschall am 14.09.2005

* GGR Otto Novacek (ÖVP) am 13.09.2005: "...Die Mikrowatt pro Quadratmeter auf "Salzburger Richtlinien" zu beziehen, mag arithmetische Richtigkeit haben, aber ich kann mich einem Protest gegen Handymasten bislang nur in Bezug auf landschaftsbildstörend anschließen, denn dieser ist offensichtlich (eben augenscheinlich messbar!). ..." Hier das ganze Antwort-Email von GGR Otto Novacek (ÖVP).
=> Rückantwort zum Email von GGR Novacek: von Mag. Robert Marschall am 14.09.2005

* Vizebürgermeister Ing. Georg Ehrengruber (ÖVP) am 15.09.2005
"...a) Ich bin auf diesem Gebiet eindeutig "Nicht-Fachmann" und bin daher umso mehr auf kompetente Beratung bzw Entscheidungen angewiesen. ...
c) "Drollig" ist für mich, dass die wirkliche Gefahr, das Handy (und nicht der Mast) neckisch totgeschwiegen wird - und hemmungslos für Wahnsinn wie Online-Spiele, Video-Clips, Online-Musik etc geworben wird. Aber da ginge es ja gegen die Handy-Nutzer und das ist politisch vermutlich nicht opportun. ..." Hier das ganze Antwort-Email von Vizebürgermeister Ing. Georg Ehrengruber (ÖVP).
=> Rückantwort zum Email von Vbgm Ing. Ehrengruber: von Mag. Robert Marschall am 15.09.2005

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Frage an Dr. Erwin Pröll (ÖVP) und LAbg Mag. Klaus Schneeberger (ÖVP), ob die NÖ-Handymastensteuer auch dem gesundheitlichen Schutz der Bevölkerung dienen soll:
Schreiben von Robert Marschall vom 14.9.2005

Antwort: LAbg. Mag. Schneeberger (ÖVP): "...Durch die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur könnte auch eine flächendeckende, qualitativ hochwertige Versorgung im ländlichen Raum sicher gestellt werden und darüber hinaus durch vernüftige Standortwahl den gesundheitlichen Bedenken der Bürger Rechnung getragen werden. Wir dürfen Ihnen versichern, dass uns auch die Gesundheit der Bürger ein wesentliches Anliegen ist. ..."
Antwort von LAbg Mag. Klaus Schneeberger vom 23.9.2005

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Letztendlich führte die Ignoranz und Arroganz mehrerer Gablitzer Gemeinderäte dazu, dass am 23. Sept. 2005 die parteiunabhängige Bürgerinitiative Gablitz gegründet wurde. Nichts-tun erscheint uns zu wenig zu sein und löst das Problem mit Sicherheit nicht.
 

Autor: Mag. Robert Marschall
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Ergänzende Infos über das Leben neben dem Handymasten unter www.handymast.at
Ergänzende Infos über billigeres Telefonieren am Festnetz unter: www.tricotel.at

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